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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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KULTUR HEUTE – Radiokritik von den Wiener Festwochen im Schauspielhaus

June 3, 2026 Martin Pesl

© Inés Bacher

Jetzt ist es schon bald 25 Jahre her, dass Terroristen in vermeintlich gotteskriegerischer Absicht Anschläge auf die USA verübten. Die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York fielen am 11. September 2001, Präsident George W. Bush reagierte mit voller Wucht und griff den Irak an.

Das Schauspielhaus Wien hat dazu in Koproduktion mit den Wiener Festwochen nicht ein Projekt in Auftrag gegeben, sondern vier. Und die sind denkbar unterschiedlich. „9/11 Frames per Second“ heißt der Abend, der lyrisch-monoton beginnt. 

Ganz kurzer (weil englischsprachiger) Ausschnitt Projekt 1

Während die New Yorker Autorin Claudia Rankine diesen Text über die inneren Zustände einer Person verliest, die sich vor der US-Immigrationsbehörde ICE fürchtet – deutsch übertitelt natürlich –, sieht das Publikum einen Film von Künstler:in Bateira: Darin versucht eine schwarze Frau, sich vor eben dieser Behörde in den verschiedensten Öffnungen einer Manhattaner Wohnung zu verstecken. Letztlich genügt es, den Klopfenden die Tür nicht aufzumachen. Die Angst aber bleibt.

Weiterhören:

Kultur heute
Am Mikrofon: Michael Köhler
Mittwoch, 3. Juni 2026, 17:35 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

"9/11 Frames per Second" - Ein Autor*innenprojekt auf den Wiener Festwochen
Deutschlandfunk
In Autor, Sprecher Tags Deutschlandfunk, Theater, Kritik, Wiener Festwochen, Festival

ANNALENA BAERBOCK KANN WARTEN – Nachtkritik von den Wiener Festwochen im Schauspielhaus Wien

June 3, 2026 Martin Pesl

© Inés Bacher

3. Juni 2026. In Kooperation mit den Festwochen bringt das Schauspielhaus Wien einen Abend mit vier Stücken heraus, die sich mehr oder weniger assoziativ mit den Anschlägen vom 11. September befassen. Beteiligt sind unter anderem Claudia Rankine, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Sivan Ben Yishai. Und ja, es wird wild!

3. Juni 2026. Wer weiß, was am 11. September passiert ist? Genau: Der Orientalist Joseph von Hammer-Purgstall überquerte schwimmend die Donau (1834). Das vereinte christliche Heer schaffte die Wende im Krieg gegen die Osmanen, das Ende der Zweiten Wiener Türkenbelagerung wurde eingeleitet (1683). Und die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock traf eine Gruppe von Künstler:innen zu einer Diskussion nach dem Motto #respektvollstreiten (2024).

Das alles erfährt man im Rahmen eines vierteiligen Autor:innen-Theaterprojekts am Schauspielhaus Wien. "9/11 Frames per Second" widmet sich den Folgen jenes 11. September 2001, der hier natürlich eigentlich gemeint ist. Der stilistisch, energetisch und inhaltlich bunte Abend ist eine Koproduktion mit den Wiener Festwochen, die dieses Jahr nach dem Motto "We Need New Gods" dem Religiösen in allem kritisch nachspüren wollen. Die Terrorakte 2001 fanden ebenso wie die Reaktion darauf vorgeblich im Namen des Glaubens statt. Passt also.

Film und Poesie

Wir sind im 25. Jahr danach, und die damals auf der Welt waren, können sich meist noch erinnern, was sie gerade taten, als die Meldung vom ersten Flugzeug kam, das ins World Trade Center krachte. Dennoch gibt es hier keine Flugzeuge, keine einstürzenden Türme – das erste sichtbare Bild ist die Skyline von Manhattan an einem freundlichen Morgen post 9/11. Es ist auf eine von mehreren Leinwänden projiziert, aufgespannt auf der stufenförmigen Bühne, denn das erste Projekt, von Claudia Rankine und Bateira, kombiniert die Kunstformen Film und Poesie. In der Projektion versteckt sich eine PoC-Frau in ihrer modernen New Yorker Wohnung vor der Migrationsbehörde ICE. Indes liest Rankine mit performativer Monotonie einen Text, der das Innenleben der Protagonistin wiedergeben könnte, Überschrift und letzte Worte lauten: "Are You Afraid Yet?"

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In Autor Tags Nachtkritik, Theater, Wien, Festival, Wiener Festwochen

GLUT UND ZWIESPALT – Interview mit Kurō Tanino in der Festwochen-Beilage zum Falter 18/26

May 30, 2026 Martin Pesl

© Patrick Wai

Kurō Taninos Stück „Sleeping Fires“ erzählt von der Rache einer blinden Masseurin in der Edo-Zeit

Zuletzt gastierte der japanische Theatermacher und Psychiater Kurō Tanino vor zwölf Jahren bei den Wiener Festwochen, damals mit dem surrealen Stück „Die Kiste im Baumstamm“. Heuer kehrt er mit einer Geschichte aus Japans Edo-Zeit zurück, jener Friedensperiode vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Zwei Figuren sind blind – wie die Frauen, die sie spielen. 

Falter: Herr Tanino, Ihr Stück „Sleeping Fires“ erzählt von der Rache einer blinden Masseurin. Wovon ist die Handlung inspiriert?
Kurō Tanino: Japan hat eine lange Tradition von Rachegeschichten. Dabei geht es nicht einfach um Gewalt, sondern darum, mit den Toten auf eine neue Art in Verbindung zu treten. Der Groll der Figur Sayo lässt niemals nach. Er bricht nicht aus wie ein Vulkan, sondern bleibt irgendwo vergraben und glimmt vor sich hin – wie die Glut. 

„Auf dieser Welt, wo alles falsch ist, gilt nur der Tod.“ Wie steht dieser erste Satz in Bezug zum Rest Ihres Stückes?
Tanino: Er ist ein Ausgangspunkt. Die Figuren verlassen sich auf Dinge wie Liebe, Vertrauen oder die Hoffnung auf Erlösung. Doch das alles droht stets, sich zu verändern oder zusammenzubrechen. Der Tod hingegen zaudert nicht. Er existiert als etwas, vor dem es kein Entkommen gibt. Dieses Stück spielt sich im Spannungsfeld zwischen diesen beiden Zuständen ab: dem Leben mit Unsicherheit und dem Wissen ob des Unvermeidlichen. Alle Figuren versuchen, mit diesem Spannungsfeld auf ihre Weise umzugehen.

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In Autor Tags Falter, Interview, Wiener Festwochen, Wien, Festival, Japan

BERG DER VAMPIRE – Festwochen-Vorschau in der Beilage zum Falter 18/26

May 30, 2026 Martin Pesl

© Martin Argyroglo

Liebenswerte Wesen von unwiderstehlicher Schrulligkeit in einer außergewöhnlichen Lage: Philippe Quesne kehrt zu den Festwochen zurück

Im Zuge ihrer trashigen Fake-Filmpräsentation „B-Movies“ dankt die Performerin Caroline Cappelli einer Reihe von erfundenen Menschen mit verrückten Namen. Mehrfach Erwähnung findet ein gewisser Philipp Quesner. An der Dichte der Lacher an diesen Stellen war bei den Aufführungen im Rahmen des imagetanz-Festivals im brut abzulesen, wie gut sich das Publikum in der internationalen Theaterszene auskennt. Spielt doch der Name eindeutig auf Philippe Quesne an, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner, Leiter des Paris Theaters Nanterre-Amandiers und Zungenbrecher für im Französischen nicht ganz Trittfeste.

Yes, we Quesne! So. Dank diesem Spruch merken sich nun hoffentlich alle, wie Quesnes Name ungefähr auszusprechen ist, und der 56-Jährige kann getrost – nach „La mélancolie des dragons“ 2008, „Swamp Club“ 2013, „Farm Fatale“ 2020 und der Mahler-Bebilderung „Das Lied von der Erde“ 2021 – zu den Wiener Festwochen zurückkehren.

Diesmal hat Quesne nicht allein mit der von ihm gegründeten Gruppe Vivarium Studio produziert, sondern hatte einen Regieauftrag vom Deutschen SchauSpielHaus Hamburg: Neben den „Vivarianern“ Martin Zamorano, Jean-Charles Dumay und Sébastien Jacobs spielen in „Vampire’s Mountain“ auch die Hamburger Ensemblemitglieder Sasha Rau, Sachiko Hara, Bettina Stucky und Samuel Weiss mit.

Dass eine konventionelle Geschichte erzählt wird, sollte man von Philippe Quesne trotzdem nicht erwarten. Die Handlung lässt sich in der Regel in einer Ausgangssituation zusammenfassen: Eine Gruppe liebenswerter Wesen von unwiderstehlicher Schrulligkeit findet sich in einer außergewöhnlichen Lage wieder und geht damit irgendwie spielerisch um. In „La mélancolie des dragons“ etwa, jener Arbeit, die den Franzosen berühmt machte, haben vier Heavy-Metal-Fans eine Autopanne im Schnee. Die Produktion „Die Nacht der Maulwürfe (Welcome to Caveland)“, die 2016 den steirischen herbst in Graz eröffnete, verrät die Gestalt der Hauptfiguren schon im Titel.

Weiterlesen in der Festwochen-Beilage zum Falter 18/26

In Autor Tags Falter, Vorschau, Wiener Festwochen, Festival, Theater
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