Jetzt ist es schon bald 25 Jahre her, dass Terroristen in vermeintlich gotteskriegerischer Absicht Anschläge auf die USA verübten. Die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York fielen am 11. September 2001, Präsident George W. Bush reagierte mit voller Wucht und griff den Irak an.
Das Schauspielhaus Wien hat dazu in Koproduktion mit den Wiener Festwochen nicht ein Projekt in Auftrag gegeben, sondern vier. Und die sind denkbar unterschiedlich. „9/11 Frames per Second“ heißt der Abend, der lyrisch-monoton beginnt.
Ganz kurzer (weil englischsprachiger) Ausschnitt Projekt 1
Während die New Yorker Autorin Claudia Rankine diesen Text über die inneren Zustände einer Person verliest, die sich vor der US-Immigrationsbehörde ICE fürchtet – deutsch übertitelt natürlich –, sieht das Publikum einen Film von Künstler:in Bateira: Darin versucht eine schwarze Frau, sich vor eben dieser Behörde in den verschiedensten Öffnungen einer Manhattaner Wohnung zu verstecken. Letztlich genügt es, den Klopfenden die Tür nicht aufzumachen. Die Angst aber bleibt.
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Kultur heute
Am Mikrofon: Michael Köhler
Mittwoch, 3. Juni 2026, 17:35 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
