• Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt
Menu

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

Street Address
Vienna
Phone Number

Your Custom Text Here

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

  • Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt

TAFELRUNDE, EXCALIBUR UND GRALSSUCHE: IRONISCHE ZAUBERREISE INS MITTELALTER – Kritik im Falter 37/26

September 8, 2026 Martin Pesl

Sarah Viktoria Frick © Tommy Hetzel

So monumental ist das berühmteste Werk des schreibenden Ehepaares Tankred Dorst und Ursula Ehler, dass sich seit der Fertigstellung 1981 nur wenige trauten, „Merlin oder Das wüste Land“ aufzuführen. Der für bildstarke und verspielte Inszenierungen bekannte Regisseur Antú Romero Nunes versucht es, indem er die Handlung zusammenfasst – dreieinhalb Stunden bleiben übrig – und sehr frei mit dem Text umgeht.

In dieser philosophischen Interpretation des mittelalterlichen Artus-Stoffes ist der Zauberer Merlin der Sohn des Teufels, will aber dessen Plan, die Menschheit ins Böse zu führen, vereiteln und stattdessen Sinn schaffen. So macht er denjenigen zum König, der es schafft, das Schwert Excalibur aus einem Stein zu ziehen – es ist Artus. Der soll mithilfe einer technischen Innovation, des runden Tisches, verfeindete Ritter zusammenbringen und an einer neuen Gesellschaftsordnung arbeiten lassen.

Weiterlesen im Falter 37/26

In Autor Tags Theater, Kritik, Burgtheater, Wien, Falter

DOCH NOCH SCHWEIN GEHABT IN SALZBURG – Doppelkritik von den Salzburger Festspielen im Falter 34/26

August 19, 2026 Martin Pesl

© Ole Lagerpusch (links) und André Szymanski SF/Armin Smailovic

Bei den Salzburger Festspielen bringt das Schauspielprogramm zwei Großereignisse: ein erwartetes und eine Überraschung

Es konnte nur besser werden, und es wurde viel besser. Für den manierierten „Faust“ und die prätentiösen Uraufführung des neuen Textes von Peter Handke entschädigten die letzten Premieren des Schauspielprogramms bei den Salzburger Festspielen vollends. In beiden Fällen durften Regieteams ans Werk, die Lust am Experiment hatten.

Im Falle von „Unter Tieren“ erfolgte das Spektakel mit Ansage. Das angeblich letzte Theaterstück der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek handelt von Tieren, die mit Begriffen rund um Geld und Wirtschaft hantieren. Regisseur Nicolas Stemann erklärte im Vorfeld, er werde mit Band und siebenköpfigem Ensemble eine knapp vierstündige „Textumsetzungsmaschine“ auffahren. Einen Teil inszeniere eine KI, und vielleicht käme eine Live-Schaltung zum Milliardär Peter Thiel zustande.

Ein gelungener Witz, der auf den Skandal bei den heurigen Wiener Festwochen anspielte und mediale Aufmerksamkeit erzeugte. Thiel war natürlich nicht wirklich eingeladen, dafür gab eine bewusst schlechte KI-Animation seines Konterfeis ein Interview und rezitierte ein paar Zeilen Jelinek. Darüber hinaus ist „Unter Tieren“ das Happening geworden, als das es angekündigt wurde. Kaum ein künstlerisches Mittel wird gescheut, um den wortspielfreudigen Jelinek-Text zu feiern, aber auch zu fordern.

Weiterlesen im Falter 34/26

In Autor Tags Falter, Theater, Kritik, Festival, Salzburg

SIE GEHEN UND GEHEN, DABEI GEHT ES UM NICHTS – Doppelkritik von den Salzburger Festspielen im Falter 32/26

August 5, 2026 Martin Pesl

 © SF/Jörg Brüggemann

Die ersten Schauspielpremieren der Salzburger Festspiele bringen große Namen, aber wenig Substanz. Die Rechnung geht trotzdem auf

Auf dem Papier ist das Schauspielprogramm der diesjährigen Salzburger Festspiele ein Triumph. Markus Hinterhäuser versammelte, beraten von seiner späteren Nachfolgerin Karin Bergmann, prominente Namen auf der Bühne, bewährte Regiekräfte ohne Furcht vor der großen Form und Uraufführungen beider lebender österreichischer Literaturnobelpreisträger. Dafür, dass das Sprechtheater in Salzburg vor kurzem noch von der Abschaffung bedroht schien: Sensationell!

Die ersten zwei Neuproduktionen offenbaren das Kalkül hinter dieser Programmierung: Glänzt nur genügend Renommee auf der Verpackung, wird sich schon niemand trauen, den Inhalt kritisch zu hinterfragen. Ulrich Rasche wendet auf „Faust I“ seine übliche Regie-Masche an, Autor Peter Handke überlässt einen inkohärenten Gedankenstrom seinen Fans zur Veredelung.

Johann Wolfgang von Goethe schuf mit „Faust“ den deutschen Klassiker schlechthin. Der erste Teil (1808) wird nach wie vor rauf und runter gespielt. Mit der Story vom Gelehrten, der einen Pakt mit dem teuflischen Mephistopheles schließt, um das junge Gretchen ins Bett zu kriegen, können viele etwas anfangen.

Für Salzburg hat Regisseur und Bühnenbildner Rasche eine neue Textfassung erstellt, die sich auf Faust, Mephisto und Gretchen konzentriert, Ersteren gibt es dafür auch in jung. Diese Ökonomie begründet Rasche im Programmheft damit, dass alle Figuren eigentlich Abspaltungen Fausts seien. So ganz erschließt sich diese Lesart aus seiner Inszenierung nicht. Die wird durch die Textstraffung nicht etwa kurz, da Rasches Ensemble wie üblich jedes Wort mit großem Druck und zwischen langen Pausen hervorpressen muss.

Befürworter dieses Stils entdecken dadurch Neues in alten Texten. Andere sehen die Bedeutung zwischen den Zeilen davonrinnen. Bekannte Zitate wie „Da steh ich nun, ich armer Tor“ möchte man reinrufen, damit was weitergeht. Im Widerspruch zur vermeintlich konsequenten Reduktion steht außerdem ein Miniauftritt von Gretchens Bruder nach etwa drei Stunden.

Weiterlesen im Falter 32/26

In Autor Tags Falter, Salzburg, Festival, Kritik, Theater

„KINDER WISSEN GENAU, WAS DER TOD IST“ – Interview mit Phia Ménard im Falter 30/26

July 22, 2026 Martin Pesl

© Sigrid Spinnox

Die Regisseurin und Zirkuskünstlerin Phia Ménard setzt sich in ihrer neuen Performance bei Impulstanz den Elementen aus

Gebannt zuschauen, ob es gelingt: Die Arbeiten von Phia Ménard sind atemberaubende Abenteuer. Zu ImPulsTanz kommt die 55-jährige Regisseurin und Zirkuskünstlerin jetzt mit einer kleinen Arbeit ihrer Compagnie Non Nova ins Burgtheater, die Menschen allen Alters zum Staunen bringen wird. In „nocturne (Parade)“ erzählen Puppen eine Geschichte von Krieg, Tod und Erlösung. Gesteuert werden sie dabei nicht von Menschenhand. Nur der Wind haucht ihnen Leben ein. Die Aufführungen finden von 25. bis 27. Juli im Burgtheater statt.

Falter: Frau Ménard, die Stars Ihrer Show sind Figuren aus dünnem Kunststoff, die durch Gebläse in Bewegung gehalten werden. Was steckt dahinter?

Phia Ménard: Mir ist es wichtig, Plastik auf der Bühne zu zeigen, denn es besteht aus denselben Elementen wie fossile Brennstoffe. Im Stück geht es also um Faschismus und Krieg – und das Petroleum ist auch mit dabei. Wir sehen diese Figuren tanzen und ergötzen uns an ihrer Schönheit, gleichzeitig haben wir vor uns: Mord und Erdausbeutung.

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?“ Johann Wolfgang von Goethes Gedicht vom „Erlkönig“ erklingt zu Beginn Ihres neuen Stückes gleich in zwei Versionen. Wie sind Sie auf dieses deutsche Kulturgut gestoßen? 

Ménard: Über die Musik. Ich wollte ein Stück über die Nacht und den Wind machen, ein „Nachtstück“ eben („Nocturne“). So kam ich auf Franz Schubert und in weiterer Folge auf seine Vertonung des „Erlkönigs“. Das war in einer Zeit, als mein Vater gerade im Sterben lag. Ich war bei ihm und konnte dem Text viel abgewinnen. In unserer Situation war mein Vater das Kind, und ich saß auf dem Pferd und ritt um mein Leben, um seines zu retten.

In Autor Tags Interview, Falter, Zirkus, Festival, Impulstanz
Older Posts →

FILTER

Filtern nach Kategorie: Blog
Filtern nach Kategorie:
Filtern nach Kategorie: Übersetzer
Filtern nach Kategorie: Sprecher
Filtern nach Kategorie: Lektor
RSS Feed des Blogs abonnieren

Tags

  • Theater
  • Kritik
  • Falter
  • Wien
  • Festival
  • Nachtkritik
  • Buchkultur
  • Burgtheater
  • Wiener Festwochen
  • Interview
  • Performance
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Rezension
  • Tanz
  • Bericht
 


℗ © 2005–2026 Martin Thomas Pesl