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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Radiokritik aus dem Akademietheater auf Deutschlandfunk Kultur

January 28, 2026 Martin Pesl

© Tommy Hetzel

Auftrag

Kritik der Premiere „Der irrende Planet“ im Gespräch mit Gabi Wuttke

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Der Schweizer Schriftsteller Robert Walser ist, in rund 40 Sprachen übersetzt, ein Weltdichter. Dabei scheint sein Interesse nicht den großen Weltdeutungen zu gelten, sondern den vermeintlich kleinen Dingen am Rande des Daseins. Dort, an den Rändern, finden seine dichterischen Spaziergänge statt, von denen Susan Sontag sagte, sie verwandelten „obsessiv Zeit in Raum“.

Wer so neugierig und demütig spaziert wie Walser, erforscht nichts weniger als das ganze Leben. Auf Walsers Fährte erkunden wir die zarte Schönheit der Existenz – aber der Abgrund bleibt uns nicht erspart.

Fazit – Kultur vom Tage
Moderation: Gabi Wuttke
Mittwoch, 28. Januar 2026, 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Deutschlandfunk Kultur, Theater, Wien, Kritik, Burgtheater, Schweiz

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik aus dem Theater in der Josefstadt auf Deutschlandfunk Kultur

December 17, 2025 Martin Pesl

Lore Stefanek, Andrea Clausen © Bernd Uhlig

Auftrag

Kritik der Premiere „Ein deutsches Leben“ im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Nach jahrzehntelangem Schweigen sprach Brunhilde Pomsel im Alter von 103 Jahren zum ersten Mal umfassend über ihre Zeit als Stenotypistin und Sekretärin von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Obwohl Pomsel für einen der größten Verbrecher der Geschichte und für die Führungselite des Nationalsozialismus arbeitete, bezeichnete sie sich selbst immer nur als „Randfigur“ und völlig „unpolitisch“. Auch in den letzten Kriegstagen blieb sie in der bereits zerstörten Stadt und nähte im Bunker die Fahne der offiziellen Kapitulation Berlins. Danach kam sie in sowjetische Gefangenschaft. Bis zuletzt beharrte sie darauf, vom Holocaust erst nach Ende des Nationalsozialismus erfahren zu haben.

Der englische Dramatiker Christopher Hampton hat aus den originalen Gesprächen, die Brunhilde Pomsel mit Christian Krönes, Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer und Florian Weigensamer für den gleichnamigen Film Ein deutsches Leben führte, einen eindrucksvollen Theatertext verfasst. Pomsels Lebensgeschichte stellt die Frage nach der persönlichen Verantwortung jedes Einzelnen für das politische Zeitgeschehen.

Regisseurin Andrea Breth setzt Brunhilde Pomsels Bericht auf poetisch-assoziative Weise in den Kontext der Zeit zwischen 1929 und 1950. Zusammen mit dem Musiker Adam Benzwi spannt sie Bögen aus bekannten Schlagern, alten Volksliedern und belasteten Heimatliedern zu einem atmosphärischen Schauspiel.

Neben Lore Stefanek, vergangenes Jahr mit dem Deutschen Filmschauspielerpreis ausgezeichnet, sind u.a. Andrea Clausen und Fin Holzwart zu erleben.

Fazit – Kultur vom Tage
Moderation: Eckhard Roelcke
Donnerstag, 18. Dezember 2025, 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Theater, Kritik, Wien, Deutschlandfunk Kultur, Krieg

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik aus dem Volkstheater Wien auf Deutschlandfunk Kultur

December 12, 2025 Martin Pesl

© Susanne Hassler-Smith

Auftrag

Live-Kritik der Premiere „Geschichten aus dem Wiener Wald“ im Gespräch mit Britta Bürger

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Der Fleischhauer Oskar liebt Marianne, die Tochter des Zauberkönigs, und will sie heiraten. Schon beim Verlobungsfest kommt es dann zum Eklat: Marianne verliebt sich Hals über Kopf in den Hallodri Alfred, bricht mit Oskar und ihrem alten Leben. Schnell zeigt sich, dass ihre Hoffnung auf eine neue, große und vor allem ganz andere Welt der Realität nicht standhalten wird. Auf die anfangs aufregende Verbindung folgt der soziale Abstieg. Und in der Luft ist ein Klingen und Singen wie von einer Walzermelodie …

„Ein Wiener Volksstück gegen das Wiener Volksstück“ nannte Erich Kästner das Werk seines Schriftstellerkollegen. Tatsächlich bricht Horváth radikal mit der Dramentradition und schreibt sie doch neu und fort. Das vorstädtische Idyll zeigt er als Fassade, hinter der sich Exzesse der Gemeinheit und Bösartigkeit abspielen, die Sprache als notdürftige Tarnung der eigenen Unsicherheit und Aussichtslosigkeit. Stets betonte er, es gehe ihm dabei nicht um die Demaskierung des Menschen, sondern die des Bewusstseins. Sein Ziel sei nicht Satire, sondern „die Welt [zu] schildern, wie sie halt leider ist“.

Hausregisseurin Rieke Süßkow, bekannt für radikale Arbeiten an der Schnittstelle von Schauspiel, Choreografie, Installation und rhythmischer Komposition, wurde für ihre Inszenierungen mehrfach ausgezeichnet (u. a. 2023 und 2024 Berliner Theatertreffen). Mit Ödön von Horváth erforscht sie Traditionslinien des Volkstheaters unter Bezugnahme auf Spielformen früher Volksstücke, zu denen Mittel der Verfremdung und Überhöhung zählen. Das hat unter anderem eine nicht realistische Besetzung der Figuren zur Folge. Sie macht zudem die in den Stücktext fest eingeschriebenen Walzermelodien zum zentralen Formprinzip eines Abends, der die unter dem „Klingen und Singen“ verborgene Gewalt als eine strukturell gegen Frauen* gerichtete erfahrbar macht – auch, weil sie hier bewusst nicht nur an Frauenkörpern verübt wird.

Fazit – Kultur vom Tage
Moderation: Britta Bürger
Freitag, 12. Dezember 2025, ab 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Theater, Kritik, Deutschlandfunk Kultur, Volkstheater, Wien

DER THEATERPODCAST – Gastauftritt im Jahresrückblick 2025

December 11, 2025 Martin Pesl

Schon wieder ein Jahr vorbei? Ja, und gemeinsam mit den beiden weitgereisten Kritikern und Theatertreffen-Juroren Vincent Koch und Martin Thomas Pesl blickt der Theaterpodcast zurück auf 2025.

In Sprecher Tags Theater, Charts, Deutschlandfunk Kultur, Nachtkritik, Wien, Kulturpolitik, Theatertreffen
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