• Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt
Menu

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

Street Address
Vienna
Phone Number

Your Custom Text Here

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

  • Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt

WIEDERGELESEN: ES GIBT NUR DEN KRIEG – Klassikerrezension in der Buchkultur 226

June 11, 2026 Martin Pesl

Ingeborg Bachmann und ihr Genresprenger von einem Roman: Vor 100 Jahren wurde Ingeborg Bachmann geboren. Aufg’legt, dass Suhrkamp ihren einzigen vollständigen Roman „Malina“ neu auflegt. Wie macht er sich bei der Wiederlektüre?

Pink wie der „Barbie“-Film: Das Cover der Zentenariumsedition von Ingeborg Bachmanns „Malina“ behauptet einen positiven Feminismus, an dem sich auch Greta Gerwig versuchte, als sie die langbeinige Mattel-Puppe vor drei Jahren höchst erfolgreich zum Leben erweckte. Im Sommer 2023 konkurrierte ihr Werk mit Christopher Nolans „Oppenheimer“ medienwirksam um Platz eins an den Kassen. Ironischerweise ist das Schwarz-Weiß-Epos über den Vater der Atombombe im Grundton Bachmann um einiges näher.

„Es gibt nicht Krieg und Frieden, es gibt nur den Krieg“, zitiert Elfriede Jelinek sie in ihrem Nachwort der Suhrkamp-Neuausgabe. Die heutige Literaturnobelpreisträgerin hat es zwar schon 1983 verfasst, zehn Jahre nach Bachmanns Tod, im Auftrag des MagazinsSpiegel. Dort bezahlte man sie für ihren Text, druckte ihn aber nicht. Die Redaktion hatte sich wohl Bachmann-Bashing erwartet, Jelinek jedoch – die wieder eine knappe Dekade danach das Drehbuch zu Werner Schroeters „Malina“-Verfilmung schreiben sollte – pries ihre tote Kollegin und Landsfrau und verteidigte sie gegen männliche Übermachtfantasien. Vielleicht rechtfertigt diese Schwesternschaft ja wieder die pinken Buchdeckel.

Weiterlesen in der Buchkultur 226

In Autor Tags Rezension, Literatur, Buchkultur, Österreich, Jubiläum

SCHOTTEN IM SCHRANK – Romanrezension in der Buchkultur 226

June 11, 2026 Martin Pesl

Douglas Stuart legt mit „John of John“ ein wahrhaft herzzerreißendes Familienepos vor.

Wir schreiben die Neunzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Auf der Hebriden-Insel Harris sprechen viele noch Gälisch. Der Protestantismus hat die Bevölkerung fest in der Hand. John-Calum Macleod, kurz Cal, hat seinen Vater John und seine Großmutter Ella hier zurückgelassen, um auf einem Textilcollege bei Edinburgh zu studieren. Als ihm John im Zuge eines Telefonats – nach den üblichen gemeinsamen Gebeten – erklärt, es stehe schlecht um Ellas Gesundheit, kehrt Cal mit 22 nach Hause zurück (und weil er keinen Job findet).

Nun hüten die Menschen auf Harris aber nicht nur Schafe – und Webstühle –, sondern auch Geheimnisse. Hauptsächlich handelt es sich um eine einzige Sache, die Vater und Sohn einander partout vorenthalten:

Weiterlesen in der Buchkultur 226

In Autor Tags Rezension, Literatur, Großbritannien, Buchkultur

OHNE GEBÄRBEGEHR – Romanrezension in der Buchkultur 226

June 11, 2026 Martin Pesl

„Um uns nur Dunkelheit“ ist das Romandebüt von Tracey Rose Peyton.

Es klingt irgendwie lustig: die Luzis. Allerdings bezeichnen die sechs versklavten Frauen, die im Jahr 1852, meist im kollektiven „Wir“, ihre Erlebnisse auf einer Baumwollplantage in Texas schildern, mit diesem charmanten Begriff ihren Besitzer – eine Ausgeburt Luzifers –, und seine Frau. Tatsächlich haben Nan, Alice, Patience, Junie, Lulu und Serah sehr wenig zu lachen. Da Mrs. Luzi, die eigentlich Lizzie heißt, Schwierigkeiten hat, ihre Säuglinge zu stillen, kommt ihr Mann auf die Idee, die verfügbaren Sklavinnen schwängern zu lassen, auf dass mehr Muttermilch vorhanden sei, und engagiert eigens Männer zu diesem Zweck. Die Erzählerinnen bezeichnen die Angeheuerten ganz ungeniert als Zuchtn. (nicht nötig, das Wort hier auszuschreiben) und suchen kreative Wege, der Zwangsbefruchtung zu entgehen.

Weiterlesen in der Buchkultur 226

In Autor Tags Rezension, Literatur, Buchkultur, USA

DER LETZTE SOMMER „WIE DAMALS“ – Literaturkritik in der Bücherbeilage zum Falter 12/26

March 19, 2026 Martin Pesl

Oh, süße Jugend! Kann es sein, dass sie länger dauert als früher? Die Hauptfiguren in „Hitzetage“ sind bereits Ende zwanzig, aber wie sie so durch den heißen Londoner Sommer des Jahres 2019 taumeln, hat das etwas von einer Coming-of-Age-Geschichte, wie sie etwa die deutlich jüngeren Figuren bei Sally Rooney erleben. Mit dem Werk der irischen Bestseller-Autorin (etwa „Normale Menschen“, „Intermezzo“) wurde das Romandebüt ihres Landsmanns Oisín McKenna nach seinem Erscheinen unmittelbar verglichen.

Als der 1991 in Drogheda geborene McKenna in eben jenem Jahr nach Theaterstücken und Spoken-Word-Poetry seinen ersten Roman begann, lebte er mit einem knappen Dutzend Gleichaltrigen in einer stillgelegten Lagerhalle in London, wissend, dass die Behörden sie jeden Moment rauswerfen könnten – was auch geschah. Solch eine Industriegebiet-Kommune bildet auch den Dreh- und Angelpunkt des Buches, das McKenna im Original „Evenings and Weekends“ betitelte. Denn nicht die dröge Arbeitswelt dieser Spät-Millennials ist hier von Interesse, sondern was sie in ihrer Freizeit treiben, an den Abenden und Wochenenden: zwischenmenschliche Beziehungen und ein Suchen nach Identitäten.

Weiterlesen im Bücherfrühling, Falter 12/26

Oisín McKenna
Hitzetage
Deutsch von Hans-Christian Oeser und Alexandra Titze-Grabec
Residenz Verlag, 360 Seiten, € 26

In Autor Tags Falter, Literatur, Rezension, London
Older Posts →

FILTER

Filtern nach Kategorie: Blog
Filtern nach Kategorie:
Filtern nach Kategorie: Übersetzer
Filtern nach Kategorie: Sprecher
Filtern nach Kategorie: Lektor
RSS Feed des Blogs abonnieren

Tags

  • Theater
  • Kritik
  • Falter
  • Wien
  • Festival
  • Nachtkritik
  • Buchkultur
  • Wiener Festwochen
  • Burgtheater
  • Interview
  • Performance
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Rezension
  • Tanz
  • Bericht
 


℗ © 2005–2016 Martin Thomas Pesl