Phia Ménard ist zurück in Wien, ganz anders als erwartet und mit einer Vorstellung für Erwachsene und Kinder gleichermaßen
Das Wort „Zirkus“ kommt, wie „Zirkel“, vom lateinischen Ausdruck für „Kreis“. Nicht nur ist „Nocturne (Parade)“, die neue Arbeit der französischen Choreografin Phia Ménard, in jeder Hinsicht eine runde Sache, sie hat mit dem Zirkusleben noch etwas anderes gemein: Wenn Ménard und ihre Compagnie Non Nova auf Tour gehen, nehmen sie für ihre Show alles selber mit: neben dem menschlichen Ensemble und zahlreichen „Puppen“ auch Bühnenpodest und Zuschauerraum.
So wird das auch in Wien sein, wo die Gruppe bei ImPulsTanz diesen Sommer im größten Schauspielhaus des Landes gastiert. Auf der Bühne des Burgtheaters wird ein rundes Podest mit zahlreichen Geheimfächern und einem Gebläse in der Mitte aufgestellt sein. Etliche ferngesteuerte Ventilatoren werden den Rand des Kreises säumen, und drumherum wird das Publikum auf einer runden Stufentribüne sitzen. Nur 140 Personen passen dadurch in jede Vorstellung, doch das konzentrierte (also buchstäblich auf die Kreismitte ausgerichtete) Stück erfordert unbedingt, dass die Besucher:innen nah am Geschehen sind und hin und wieder einander über die Bühne hinweg beim Zuschauen zuschauen können.
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