Eine Zeile gegen Ende von Ewald Palmetshofers neuem Stück lautet: „Ein Brustkorb bricht“. Davon hat sich der Bühnenbildner Thilo Reuther offenbar inspirieren lassen: Die gesamte Aufführung spielt sich unterhalb eines gigantischen Gerippes ab, das die gesamte Burgtheater-Bühne überthront.
Palmetshofer, Jahrgang 1978, hatte seinen Durchbruch als Dramatiker vor knapp zwanzig Jahren mit einem unverkennbaren, künstlich verfremdeten und doch klangvollen Sprachstils. Am Münchner Residenztheater kam 2025 „Sankt Falstaff“ zur Uraufführung, seine Neudichtung des Stoffs, der William Shakespeares Königsdrama „Heinrich IV.“ zugrunde liegt.
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