• Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt
Menu

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

Street Address
Vienna
Phone Number

Your Custom Text Here

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

  • Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt

DIE WELT NEHMEN, WIE SIE IST – Doppelkritik aus der BURG in der Theater heute 3/26

March 2, 2026 Martin Pesl

Dorothee Hartinger, Katharina Lorenz, Martin Schwab © Tommy Hetzel

An der Wiener Burg dreht Barbara Frey mit Robert Walsers „Der irrende Planet“ melancholische Runden; Bastian Kraft macht aus Nestroys „Zu ebener Erde und erster Stock“ einen grellen Videoclip

Zwei Abende, zwei Spielstätten, zwei Premieren. Kein Wunder, dass es gestern im Akademietheater der Burg so dunkel gewesen sei, meint eine Zuschauerin beider Inszenierungen. Das große Haus habe alles Licht gehortet. Klingt etwas seltsam, leuchtet aber dennoch ein. Barbara Freys Robert-Walser-Abend „Der irrende Planet“ und Bastian Krafts Umsetzung der Nestroy-Posse „Zu ebener Erde und erster Stock“ wirken wie Negative voneinander. Erst leise, nachtschwarz und melancholisch, dann laut, grell und im Showmodus – ein TikTok-Video, aber ein zweieinhalbstündiges. Menschen mit Hypersensibilität sei dringend die umgekehrte Reihenfolge nahegelegt: Dann können sie sich von Herrn Kraft bei Frau Frey erholen.

Der Stil der Schweizerin, die bis 2019 das Schauspielhaus Zürich und dann drei Jahre lang die Ruhrtriennale leitete, kommt bei den Texten von Landsmann Robert Walser voll zur Geltung. 1878 in Biel geboren, gilt Walser als Vertreter der sogenannten Angestelltenliteratur: keine große Heldenreisen, dafür präzise, oft hintergründige Alltagsbetrachtungen. Neben vier Romanen verfasste er vor allem Kurzprosa, die vom Fachpublikum gewürdigt wurde, ihm aber nie Geld einbrachte.

Das Schriftsteller-Ich, das in Walsers knapp 90-seitiger Erzählung „Der Spaziergang“ (1917) von einem solchen berichtet, dürfte mit dem Verfasser also weitgehend übereinstimmen. Nicht nur flaniert dieser Erzähler durch seinen Ort, er hat auch manches zu erledigen, etwa Steuerangelegenheiten. Eingebettet in ausführlichste Erläuterungen ersucht er den Finanzbeamten, „von jederlei Steuererhöhung, die Sie mir angekündigt haben, abzusehen, und ich muß Sie bitten, wenn nicht beschwören, meine Zahlungskraft so niedrig einzuschätzen wie nur immer möglich.“

Weiterlesen in der Theater heute 3/26

In Autor Tags Theater, Kritik, Wien, Burgtheater, Theater heute
← EIN ARTHUR KOMMT SELTEN ALLEIN – Romanrezension in der Buchkultur 224KULTUR HEUTE – Radiokritik aus dem Akademietheater im Deutschlandfunk →

FILTER

Filtern nach Kategorie: Blog
Filtern nach Kategorie:
Filtern nach Kategorie: Übersetzer
Filtern nach Kategorie: Sprecher
Filtern nach Kategorie: Lektor
RSS Feed des Blogs abonnieren

Tags

  • Theater
  • Kritik
  • Falter
  • Wien
  • Festival
  • Nachtkritik
  • Buchkultur
  • Burgtheater
  • Interview
  • Wiener Festwochen
  • Performance
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Rezension
  • Tanz
  • Buch
 


℗ © 2005–2016 Martin Thomas Pesl