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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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ON THE EDGE #6 – Publikumsgespräch im Theater am Werk im Kabelwerk

November 12, 2024 Martin Pesl

Aus „What Is Left“ © Tom Dachs

Auftrag

Moderation des Publikumsgesprächs im Anschluss an die Vorstellungen „Black Magic“ und „What Is Left“ beim Festival On the Edge

Auftraggeber

Verein KreativKultur

Projektinfo

Black Magic
Zwei Personen spielen Karten, obwohl sie nicht am selben Tisch sitzen. Mittels Techniken des Illusionstheaters und der Doppelbelichtung verschmelzen die beiden Magier nahtlos traditionelle Methoden und moderne Technologie, was die Illusion in Echtzeit ermöglicht und die Grenzen zwischen "virtuell" und "real" verwischt.

What Is Left
Auf einem Laufsteg stolzieren Körper. Ein Bild voll Schönheit und Brutalität, das die alltäglichen sozialen Fashionwalks aufzeigt. Im Ringen um Aufmerksamkeit schrauben sich die Körper der fünf Performer_innen hitzetreibend und unaufhaltsam in die Höhe des Raumes hinein.

Publikumsgespräch nach beiden Vorstellungen
Moderation: Martin Thomas Pesl
Freitag, 15. November 2024, 21:30 Uhr, Theater am Werk im Kabelwerk

© Catharina Kleber

In Sprecher Tags Moderation, Gespräch, Zirkus, Wien, Festival

„OFF ODER NICHT OFF IST KEIN KRITERIUM“ – Werkstattgespräch im Buch „Sapperment! 25 Jahre Nestroypreis“

November 9, 2024 Martin Pesl

Was bringt der Nestroy-Preis für Preisträger:innen der freien Szene? Womit haben Theaterschaffende zu kämpfen? Vier Gewinner:innen des Off-Nestroy-Preises blicken zurück und nach vorn. Sabine Mitterecker, Sara Ostertag, Michael Turinsky und Yosi Wanunu im Gespräch über Förderungen und Forderungen.

Der Nestroy für die beste Off-Produktion ist der einzige, der mit einem Geldpreis dotiert ist. Was haben Sie mit dem Geld gemacht, und welche Bedeutung hatte der Gewinn dieses Preises insgesamt für Sie? Sabine Mitterecker, Sie waren mit Ihrem Verein theater.punkt die erste Off-NESTROY-Gewinnerin im Jahr 2000. 

Sabine Mitterecker: Der erste NESTROY-Preis für die beste Off-Produktion war nicht dotiert. Angesichts des damals sehr kleinen Produktionsbudgets dachte ich, das kann’s ja wohl nicht sein, und bin lange dafür gelaufen, hab viele Gespräche geführt und Briefe geschrieben, damit der Off-NESTROY zukünftig dotiert wird. Irgendwann mit Erfolg. 2010, mit dem zweiten NESTROY-Preis für mein Produktionslabel theater.punkt, hat es dann auch von der Dotierung profitiert. Ich konnte mit meiner Thomas-Bernhard-Dramatisierung „Frost“ zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland anstoßen. Ansonsten bringt der NESTROY-Preis mediale Aufmerksamkeit mit sich, und ja, ich habe mich riesig über die Anerkennung unserer Arbeit und die Wertschätzung gefreut.

Sara Ostertag ist chronologisch die nächste Preisträgerin im Raum. 2018 gewann sie für makemake produktionen in Koproduktion mit dem Kosmos Theater.

Sara Ostertag: Ich wusste gar nicht, dass es ein Preisgeld gibt. Das habe ich erst ein Jahr später erfahren, als wir um die Abrechnung über den Betrag gebeten wurden. Wir mussten dann innerhalb von zwei Wochen entscheiden, wie wir das Geld einsetzen, und haben die Summe ins Gesamtbudget übergeführt. 30.000 Euro waren 2018 eine halbe Produktion, heute ist es, wenn man seriös zahlen will, weniger als ein Drittel einer Produktion. Das macht das Kraut nicht fett. An sich ist es wertvoll, wenn Preise dotiert sind, wie Stipendien. Darüber hinaus könnte ich allerdings nicht sagen, dass uns der Nestroy so krass viel gebracht hätte. Ganz ehrlich: In Deutschland interessiert sich dafür niemand. Innerhalb von Österreich scheint mir, ist diese Auszeichnung in konservativeren Kreisen des Journalismus was wert und wird den Namen vorangestellt wie ein Magistertitel. Trotzdem: Für uns als jüngeres Kollektiv im Übergang von einer Kosmos-Intendanz zur nächsten war der Preis schon cool.

Weiterlesen in:
„Sapperment! 25 Jahre Nestroypreis – Ein Stück österreichisches Gegenwartstheater“, Molden Verlag, 2024.

In Autor Tags interview, Theater, Nestroy, Wien

KULTUR HEUTE – Kritik aus dem Akademietheater im Deutschlandfunk

November 8, 2024 Martin Pesl

© Tommy Hetzel

Alle haben sie Budapest hinter sich gelassen und sind in die neue Welt gegangen: die Columbia University in New York, wo ein wohlgenährter Rektor die vier Naturwissenschaftler nach und nach willkommen heißt: Leó Szilárd, Jenő Wigner, Ed Teller und Pál Erdős – obwohl letzterer in Wahrheit gar nicht Teil des „Manhattan Project“ war.

Ein verschlossener Koffer am Fußende des Bettes
in einer bescheidenen Pension
in New York
1938.
Leó Szilárd hat ihn nie aufgemacht
seit seiner Landung hier,
in Amerika,
wo man ins Kino geht,
um Greta Garbo zu sehen,
und wo alle diesen neuen Comic lesen,
mit einem Typen im blau-roten Pyjama,
der vom Planeten Krypton kommt.
Wobei
auch Greta Garbo
und der Typ mit dem Pyjama,
auch sie
nicht hier geboren,
auch sie
mit einem Koffer hergekommen sind.

Der erste Teil der dreistündigen deutschsprachigen Erstaufführung widmet sich in eingängigen, gebetsmühlenartigen Wiederholungen den unterschiedlichen Charakteren der vier jüdischen Forscher.

Der Koffer ist dabei ein zentrales Motiv: Ein Ungar hat alles aus der alten Heimat mitgenommen, der andere nichts. Einer hat seinen Koffer noch nicht ausgepackt, der andere hat in dem seinen nur, wie es heißt, die Gabe der inneren Ruhe.

Weiterhören hier:

Kultur heute
Moderation: Karin Fischer
Freitag, 8. November 2024, 17:35 Uhr, Deutschlandfunk

"Manhattan Project" - Stefan Bachmann insz. Stefano Massinis Oppenheimer in Wien
Deutschlandfunk
In Autor, Sprecher Tags Theater, Kritik, Burgtheater, Wien, Deutschlandfunk

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik aus dem Akademietheater auf Deutschlandfunk Kultur

November 7, 2024 Martin Pesl

Auftrag

Besprechung der Premiere „Manhattan Project“ im Gespräch mit Charlotte Oelschlegel

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Robert Oppenheimer wird 1942 mit der Leitung des Manhattan Projects betraut, dessen Aufgabe es ist, die Kernspaltung militärisch nutzbar zu machen. Mit einem disparaten, aber ebenso genialen Forscherteam, bestehend aus vor den Nazis geflohenen ungarischen Juden, macht er sich an die Arbeit. Würde eine solche Bombe den Weltkrieg beenden? Das neue Theaterstück von LEHMAN BROTHERS-Autor Stefano Massini basiert auf wahren Ereignissen und spitzt die verschiedenen Interessen, die hinter dem Bau der ersten Atombombe standen, zu einer unaufhaltsamen Kettenreaktion zu. Der Text erzählt vielschichtig von wissenschaftlichem Ehrgeiz und menschlichen Zweifeln, von Ursachen und Wirkungen.

Im Kontext heutiger politischer Verhältnisse ist Stefan Bachmanns erste Inszenierung als BURG-Direktor eine dringliche Auseinandersetzung mit den Fragen von Fortschritt und Verantwortung.

Fazit – Kultur vom Tage
Moderation: Charlotte Oelschlegel
Donnerstag, 7. November 2024, ab 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

Stefan Bachmann inszeniert am Burgtheater Wien Massinis "Manhattan Projecect"
Deutschlandradio Kultur
In Sprecher Tags Theater, Kritik, Deutschlandfunk Kultur, Burgtheater, Wien
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