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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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OOH, ES WIRD DUNKEL, ES WIRD EINSAM – Nachtkritik aus dem Hessischen Staatstheater Darmstadt

November 29, 2025 Martin Pesl

© Lara Rossmann

Liebe, Eifersucht und Rache, vor dem Hintergrund des viktorianischen Klassensystems: Emily Brontës einziger Roman ist ein – literarisch hochqualitativer – emotionaler Ritt. Anna Bergmann setzt in ihrer Version auf Verständlichkeit. Und packt dann eine Überraschung aus.

29. November 2025. Der Pechvogel senkt symbolisch sein Haupt über diesen Abend. Zwar meint die überlebensgroße Projektion einer Elster auf dem Bühnenvorhang des Kleinen Hauses am Darmstädter Staatstheater das finstere Schicksal der Figuren in "Sturmhöhe". Es liegt jedoch nur allzu nahe, sie auch auf diejenigen zu beziehen, die sich hier anschickten, Emily Brontës einzigen Roman zum Leben zu erwecken.

Wie Intendant Karsten Wiegand in seiner Begrüßung andeutet, erwies sich wohl die Technik der frisch sanierten Spielstätte bei den Proben als etwas widerspenstig. Schließlich mussten innerhalb der Endprobenwoche gleich zwei Spielerinnen wegen Krankheit beziehungsweise Unfalls umbesetzt werden. Wiegand bat, durchaus charmant, um Nachsicht. Klar doch!

Maximal verständliche Fassung

"Wuthering Heights" ist ein Kuriosum der Weltliteratur. 1847 erschienen, wurde das Werk, das verhältnismäßig modern mit Klassismen und Rassismen umging, kontrovers aufgenommen. Die Handlung kreist um die schwierige Beziehung zwischen den Adoptivgeschwistern Catherine und Heathcliff. Letzterer stößt als Findelkind zur Familie am Gut Wuthering Heights, der Bruder Hintley lehnt ihn von Anfang an ab, degradiert ihn zum "Ding", lässt ihn im Schweinestall wohnen. Mit Catherine allerdings verbindet Heathcliff eine kindliche Liebe, die der vermeintliche "Fremde" auch später im Leben ernster nimmt als die verwöhnte junge Dame. Als Catherine den reichen Langweiler Edgar heiratet, schwört Heathcliff Rache.

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In Autor Tags Nachtkritik, Theater, Deutschland, Kritik

MEIN MÜLLDEPOT FÜR EINEN ROBOTERHUND! – Kritik aus dem Akademietheater im Falter 48/25

November 26, 2025 Martin Pesl

Nicholas Ofczarek © Tommy Hetzel

Kaum ist er König, sagen sich alle von ihm los. Auf dem Schlachtfeld tätigt Richard III. seinen letzten Ausruf: „Ein Pferd, ein Pferd, mein Königreich für ein Pferd!“ Dann stirbt er.

Nicholas Ofczarek spielt William Shakespeares machtgierigen Manipulator im Akademietheater. Regisseur und Bühnenbildner Wolfgang Menardi lässt ihn das berühmte Zitat nicht fertig aussprechen. Es mutet hier sowieso kurios an: Pferde sind auf der Bühne reichlich vorhanden, wenn auch nur in Form kaputter Skulpturen, und das vermeintliche Königreich umfasst nicht mehr als ein verkacheltes Depot für ausrangierte Möbel und Technik.

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In Autor Tags Theater, Kritik, Falter, Wien, Burgtheater, Shakespeare

NESTROY 2025 – Jurytätigkeit

November 24, 2025 Martin Pesl

Hier geht es zu den Preisträger:innen des NESTROY 2025.

In Sprecher, Autor Tags Jury, Nestroy, Wien, Theater, Preisverleihung

EIN CHEMTRAIL WEIST DEN WEG – Nachtkritik aus dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden

November 23, 2025 Martin Pesl

© Lukas Anton

Diesmal steht ihr Name drauf: Nachdem die britische Dramatikerin Lucy Kirkwood die deutsche Erstaufführung ihres Verschwörungstheoretiker-Stücks noch unter einem Pseudonym versteckt hatte, inszeniert Jan Bosse jetzt mit offenen Karten. Verwirrend wird es trotzdem.

23. November 2025. "The rapture!" Der englische Ausruf erfolgt in einer Art rauschhafter Erwartung, Christus höchstselbst zu begegnen. Weit weniger für beseeltes Exklamieren eignet sich das deutsche Wort "Entrückung". Und doch passt der Titel "Entrückt" ganz gut zu Corinna Brochers Übersetzung des 2022 im Londoner Royal Court Theatre uraufgeführten Dramas "Rapture" der Britin Lucy Kirkwood. Folgt der Text doch einem Paar, das sich über ein Jahrzehnt hinweg in Verschwörungsnarrative von Chemtrails bis Corona hineinsteigert. 

Die deutschsprachige Erstaufführung fand 2024 am Staatstheater Cottbus statt. Angekündigt worden war damals ein Stück mit dem Titel "Verblendet" von einem gewissen Dave Davidson. Das war von der 1984 geborenen Dramatikerin vorgesehen und wurde auch bei der Uraufführung so gehandhabt, "That Is Not Who I Am" lautete da der Fake-Titel. Es sollte der Eindruck erweckt werden, der wahre Stückinhalt sei so brisant, dass die Autorin, die sich selbst als Figur hineingeschrieben hatte, ihn lieber nicht an die große Glocke hängen wolle.

Angelegt darauf, Fallen zu stellen

Nun lässt sich so ein Versteckspiel pro Aufführungssprache nur einmal spielen. In Jan Bosses Wiesbadener Version ist vom Autor Dave Davidson also keine Rede mehr. Die "Autorin" im Stück gibt es aber weiterhin, und dass die Schauspielerinnen-Schwestern Maria und Klara Wördemann nicht wirklich Lucy Kirkwood sind (schon gar nicht beide), die vermeintlich hier präsentierte "Doku" also erfunden ist, steht zu jedem Zeitpunkt außer Zweifel.

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In Autor Tags Theater, Kritik, Nachtkritik, Deutschland, Großbritannien
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