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Übersetzung des Off-Textes ins Englische, Sprachaufnahme auf Deutsch und Englisch
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Übersetzung des Off-Textes ins Englische, Sprachaufnahme auf Deutsch und Englisch
© Karolina Miernik
Übersetzung und Einrichtung des englischen Textes für deutsche Übertitel und Fahren der Übertitel
Ist es möglich, Zeit auf der Bühne darzustellen oder zu materialisieren? Der preisgekrönte südafrikanische Künstler William Kentridge schuf nach umjubelten Produktionen an der Brüsseler Oper La Monnaie („Die Zauberflöte“) und an der New Yorker Met mit „Refuse the Hour“ eine spektakuläre Multimedia-Oper, die seine herausragende dOCUMENTA-Installation von 2012, „The Refusal of Time“, weiterführt. Die Musik dafür schuf Philip Miller, mit dem Kentridge bereits für mehrere Projekte zusammenarbeitete, die Choreografie kommt vom südafrikanischen Tanz-Shooting-Star Dada Masilo, und die Videos von der bereits mit mehreren Preisen ausgezeichneten Filmregisseurin und Cutterin Catherine Meyburgh.
Inmitten einer dadaistischen Traumlandschaft tritt William Kentridge selbst als zeitgenössischer Erzähler auf, der seine Geschichte mit dem Mythos von Perseus beginnt und mit Einsteins visionären Erkenntnissen beendet. Gemeinsam mit dreizehn Tänzern, Musikern, Sängern und einem Wissenschaftler begibt sich Kentridge auf eine Reise an die Grenzen von Wissenschaft, Theater und Kunst und kreiert ein ebenso verspieltes wie hintergründiges Gesamtkunstwerk.
Trailer zum Stück
© Groupon
Übersetzung des Off-Textes ins Englische und Ungarische und Einsprechen des Off-Textes auf Deutsch, Englisch und Ungarisch
© Danilo Moroni
Übersetzung des Stücktextes von Simon Stone und Chris Ryan aus dem Englischen sowie das Einrichten und Fahren der deutschen Übertitel bei den Wiener Festwochen
In Ibsens Gesellschaftsstück „The Wild Duck“ klärt ein Freund den anderen Freund darüber auf, dass dessen Frau ein Verhältnis mit seinem Vater hatte und dass die gemeinsame Tochter aus diesem Verhältnis stamme, also nicht die Tochter des Freundes sei. Die aus Hass auf den eigenen Vater betriebene Aufklärung des Freundes zerstört die bis dahin recht glückliche kleine Familie, der Mann verlässt die Frau, möchte seine Tochter nicht mehr umarmen, die Tochter nimmt sich das Leben.
So weit, so bekannt. Simon Stone, ein junger Regisseur aus Sydney, hat diesen Stoff in ein bewegendes heutiges Stück umgeschrieben, eine kleine Tragödie mit scharfen, sarkastischen Dialogen, genauen sozialen Konturen und einer tiefen Traurigkeit. Die Personen sind alle da, und sie heißen auch wie bei Ibsen, und es gibt auch die angeschossene Wildente. Aber sie sprechen, leben, denken und fühlen als heutige Menschen der unteren Mittelschicht eines westlichen Landes, die den vorhandenen sozialen Konflikt, der unter der Familiengeschichte schwelt, verleugnen.
Simon Stone ist mit seinen Neuschreibungen der Repertoirestücke, scharfem Sprachwitz, emotionaler Verdichtung, explosivem Regiestil und der unglaublichen Direktheit seines exzellenten Ensembles eine neue, erfrischende Erscheinung in der Theaterlandschaft.