Sakral geht es los. Am Eingang der Ausstellung „Christoph Schlingensief“ steht, beschallt von spirituellen Gesängen, die Church of Fear. Es handelt sich – im Original – um die begehbare kleine Kapelle, die erstmals 2003 bei der Biennale in Venedig präsentiert wurde. Kurator Raphael Gygax erklärt:
Das war natürlich auch zwei Jahre nach 9/11, Post-Terrorism, was bedeutet das, wie können wir uns unseren Ängsten stellen? Man sieht’s hier schon: „Sei stolz auf deine Angst, Angst ist Macht, habt Angst, umarmt die Macht“, also eigentlich die Idee war, ne Glaubensgemeinschaft zu gründen für die Ungläubigen.
Von diesem Scheitelpunkt aus können die Besucher:innen in zwei Richtungen weitergehen: im Wesentlichen zurück in der Zeit oder chronologisch nach vorn.
Also die Idee war, wir wollen keine Retrospektive machen, aber trotzdem natürlich eine Übersichtsausstellung zum Werk Christoph Schlingensief, und das ist natürlich eine Herausforderung, weil das Werk immens groß ist, dass wir uns auf größere Werke konzentrieren und, gegeben auch durch die Architektur hier im MAK, uns eigentlich an zwei Zeitlinien orientieren.
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Kultur heute
Moderation: Karin Fischer
14. Mai 2026, 17:35 Uhr, Deutschlandfunk
