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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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SPIEL, SPANNUNG, SPASS UND SPIONAGE – Nachtkritik aus dem Theater Ulm

November 9, 2025 Martin Pesl

© Marc Lontzek

Eine original DDR-BRD-Doppelagenten-Geschichte hat Autor Philipp Löhle im Ulmer Auftrag zum Theaterstück entwickelt. Als sein eigener Regisseur inszeniert er eine temporeiche Agentenklamotte. Geht das Konzept auf?

9. November 2025. Ob wohl bewusst "Night on Earth" Pate stand bei der Namenssuche für einen Taxi fahrenden Protagonisten? Wer Jim Jarmuschs Episodenfilm gesehen hat, wird nie Armin Mueller-Stahl vergessen, der als ostdeutscher Gastarbeiter in New York seinen Fahrgast mit der bloßen Nennung seines Vornamens amüsiert: Helmut.

Hermann Reisch stammt aus dem Westen, sogar aus Westerstetten. Der Taxiunternehmer in und um Ulm agierte in den späten Jahren des Kalten Krieges als deutsch-deutscher Doppelagent. Eine Geschichte, die in Ulm erzählt gehört, fand Dramatiker Philipp Löhle und holte sich vom lokalen Schauspiel einen Schreibauftrag in seiner Reihe "Recherche und Fiktion". Aus Hermann Reisch wurde Helmut Armsch.

Sichtlich Spionage-Spaß

Nach einem fröhlichen Vorspann im Stile einer Vorabendserie erklärt Helmut in der ersten Szene seinen kleinen Kindern (und somit uns), wie Taxifahren funktioniert und dass er ja oft auch die lokal stationierten GIs kutschiert. Flugs sehen wir den Papi bei der Arbeit. Eine reiche Kundin überredet ihn – inkognito natürlich, das Taxi-Schild abgeschraubt – zu einer Fahrt über die Grenze in die DDR, wo Helmut vom Geheimdienst angeworben wird.

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In Autor Tags Nachtkritik, Theater, Kritik, Deutschland

ZIRKUS PROGRAMMIEREN? JA! ABER WIE? HERAUSFORDERUNGEN UND POTENZIALE – Gesprächsrunde

November 6, 2025 Martin Pesl

Auftrag

Moderation der Gesprächsrunde beim Symposium „I Wanna Circus with You!“

Auftraggeber

Verein KreativKultur

Projektinfo

7. November, 14:15 bis 15:30 Uhr:
Zirkus programmieren? Ja! Aber wie? Herausforderungen & Potenziale

Gesprächsrunde (EN)

Zsuzsi Nagy (Kuratorin - trafó Budapest) // Werner Schrempf (Kurator – La Strada Graz) // Anna Sandreuter (Künstlerin – Salzburg) // Antonia Kuzmanić (Kuratorin, Kulturarbeiterin – Split, Barcelona)

Moderation: Martin Thomas Pesl

In Sprecher Tags Moderation, Englisch, Zirkus, Festival, Konferenz

LOVE ME TENDER, LOVE ME QUEER – Lektorat

October 31, 2025 Martin Pesl

Auftrag

Lektorat der Zitate in der Publikation

Auftraggeberin

Olympionik*innen Productions

Projektinfo

Das Buch Love Me Tender, Love Me Queer ist eine Erkundung queerer Liebe in ihren vielfältigen Formen: als politischer Widerstand, als Grundlage für Gemeinschaft, als Feier von Pluralität und als Praxis von Freiheit. Aus einer generationsübergreifenden Perspektive bringt es Interviewausschnitte von queeren Menschen, die in Wien leben, mit Reflexionen von Künstler*innen und Schriftsteller*innen aus unterschiedlichen geografischen Kontexten und mit verschiedenen theoretischen Positionen in einen Dialog.

In Lektor Tags Englisch, Deutsch, Buch

SECHZIG JAHRE UND EIN BISSCHEN WEISE – Romanrezension in der Bücherherbst-Beilage zum Falter 42/25

October 16, 2025 Martin Pesl

Ein Klassiker der afroamerikanischen Literatur liegt erstmals auf Deutsch vor: „Ich bin“ von John A. Williams

Schon vom King-Alfred-Plan gehört? Es handelt sich um einen globalen Entwurf zur Internierung Schwarzer in Konzentrationslagern. Federführend agiert die US-Regierung, ein Aufstand der nicht-weißen Bevölkerung soll damit im Keim erstickt werden.

Sagt Ihnen nichts, überrascht Sie aber auch nicht? Womit bewiesen wäre, dass der Roman „Ich bin“ trotz der fast 60 Jahre, die er am Buckel hat, erschreckend gut in die heutige Zeit passt. Verschwörungserzählungen blühen, und den Schergen von Präsident Trump ist sowieso alles zuzutrauen. Offizieller Anlass dieser erstmaligen deutschen Ausgabe (Übersetzung: Hans-Christian Oeser) ist freilich der 100. Geburtstag des afroamerikanischen Verfassers John A. Williams (1925–2015).

Um es klarzustellen: Den King-Alfred-Plan gibt es nicht, gab es nie (höchstwahrscheinlich). Williams erfand ihn für seinen vierten Roman, der im Original den Titel „The Man Who Cried I Am“ trägt. Vor seinem Erscheinen 1967 wurden Auszüge, die den üblen Plan enthielten, in den U-Bahnen Manhattans verteilt. Der Erfolg der Guerrilla-Marketing-Aktion war doppelt durchschlagend: Das Buch verkaufte sich bestens, und das Gerücht, ein echtes weißes Drehbuch zur Vernichtung aller Schwarzen liege der Fiktion zugrunde, hält sich in den USA hartnäckig.

Weiterlesen in der Bücherherbst-Beilage zum Falter 42/25

In Autor Tags Falter, Rezension, USA, Literatur
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