In Bregenz wird die erfolgreiche Intendantin des Landestheaters, Stephanie Gräve, abmontiert. Aber warum?
Volles Haus. Schweizerdeutsch, Schwäbisch und diverse Ländle-Dialekte mischen sich im Foyer. Am Vorarlberger Landestheater in Bregenz wird die Shakespeare-Komödie „Ein Sommernachtstraum“ gegeben. Der Applaus ist herzlich, dem anschließenden Publikumsgespräch wohnt auch Intendantin Stephanie Gräve bei. Allerdings auf der Seite des Publikums. Denn Gräve ist derzeit freigestellt. Ihr Gehalt bezieht sie weiter, doch ihre Aufgaben hat die Geschäftsführerin Monika Wagner auf andere Mitarbeitende verteilt.
Im März war bekannt geworden, dass Gräves Intendanz nicht über die Spielzeit 2027/28 hinaus verlängert wird. Die Entscheidung traf der Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH (KuGes). Gräve wäre dann zwei Amtsperioden, also zehn Jahre im Amt gewesen. Das ist länger als sämtliche ihrer Vorgänger, seit das Haus von Unternehmer Bruno Felix offiziell in Landeshände überging.
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