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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik aus dem Volkstheater Wien auf Deutschlandfunk Kultur

September 28, 2021 Martin Pesl
© Nikolaus Ostermann/Volkstheater

© Nikolaus Ostermann/Volkstheater

Auftrag

Live-Kritik der Premiere „Einsame Menschen“ im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Erst 27 Jahre alt ist der spätere Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann, als er sein Drama EINSAME MENSCHEN schreibt. In einer Zeit voller gesellschaftlicher Umbrüche schildert er den Kampf von Individuen, die neue Formen der Gemeinschaft suchen und dabei doch nicht zueinander finden.

Vier Menschen endlos daheim, die aus ihren Abhängigkeiten nicht mehr herausfinden: Der junge Akademiker Johannes Vockerat führt mit seiner Ehefrau Käthe ein zurückgezogenes Leben. Mit ihnen im angemieteten Landhaus lebt der langjährige Freund Braun, der seine Schaffenskrise als Künstler zu überwinden versucht, sowie Johannes’ fromme, aber nach außen hin joviale Mutter. Johannes und Käthe sind seit kurzem Eltern, und schon kriselt die Beziehung: Sie findet nicht wie vorgeschrieben die Erfüllung im Muttersein, er reproduziert trotz all seiner Aufgeklärtheit patriarchale Strukturen und erstickt an der vermeintlich heilen Welt um ihn herum.
Die häusliche Vereinsamung wird plötzlich unterbrochen, als die Studentin Anna Mahr aus Zürich bei der Familie auftaucht. Sie will Braun, ihren alten Freund aus Studienzeiten, wiedersehen, Gespräche führen, vielleicht auch alte Rechnungen begleichen. Johannes aber ist von Annas Auftreten unverzüglich euphorisiert: unangepasst, weltgewandt, und auch noch voller Begeisterung für seine philosophischen Manuskripte! Auch Käthe ist von ihrer emanzipierten Schlagfertigkeit fasziniert. Und doch ist das Glück nur von kurzer Dauer.
Hauptmanns Drama kreist um das Dilemma der Freiheit, das Festhalten an Traditionen, die Suche nach neuen Beziehungsmodellen – und um das persönliche Glück, das sich zwischen all diesen Positionen einen Weg schlagen muss. Dabei stellt es auch heute noch gültige Fragen an unsere Art zusammen zu leben: Zu wieviel Aufopferung bin ich bereit, wie stark poche ich auf meine Selbstverwirklichung? Wie kann ich mich frei fühlen, ohne dabei anderen ihre Freiheit zu nehmen? Und wie können wir uns von den Dogmen früherer Generationen lösen, ohne deren Dynamiken unbewusst zu wiederholen?

29. September, ab 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Radio, Kritik, Theater, Deutschlandfunk Kultur, Wien, Volkstheater

VIER MINUTEN EWIGKEIT – Kritik aus dem Hamakom-Theater in der Wiener Zeitung

September 28, 2021 Martin Pesl
Von links nach rechts: Tobias Voigt, Ana Grigalashvili, Katharina von Harsdorf, Sofia Falzberger, Gottfried Neuner © Marcel Köhler

Von links nach rechts: Tobias Voigt, Ana Grigalashvili, Katharina von Harsdorf, Sofia Falzberger, Gottfried Neuner © Marcel Köhler

Österreichische Erstaufführung von Schimmelpfennigs Terrordrama „100 Songs“ im Theater Nestroyhof/Hamakom.

Eine Kluft geht durch die Wand. Etwas ist passiert, etwas so Schreckliches, dass die sechs Menschen, die den Raum betreten, nicht sagen können, was es war. Metaphern wie "Die Welt stand in Flammen" müssen genügen. Regisseurin Ingrid Lang verweist klar auf einen Terroranschlag wie in Wien 2020, aber es könnte auch die Apokalypse sein.

Für Traumatisierte ist die Gruppe in Roland Schimmelpfennigs "100 Songs" dennoch reichlich geschwätzig. Die vier Minuten vor dem Ereignis an einem Bahnhof mit Café rekonstruieren sie mit nervenzehrender Manie. Wieder und wieder fällt also eine Tasse auf den Boden und zerbirst, erklingt eine Trillerpfeife und schildern die sechs, in der dritten Person, aber auch in Rollen "damals" Anwesender schlüpfend, was sie um 8:51, 8:53 oder 8:55 Uhr unternahmen: banale Dinge und Alltagsträumereien nämlich.

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In Autor Tags Theater, Kritik, Wiener Zeitung, Wien

DAS BRUT-THEATER ZOG VOM KÜNSTLERHAUS IN DIE BRIGITTENAU – Bericht im Falter 38/21

September 27, 2021 Martin Pesl
brut nordwest © PID/Votava

brut nordwest © PID/Votava

Fast vier Jahre war das Brut, Koproduktionshaus für Performance-Theater, auf Wanderschaft. Als das Team um die künstlerische Leiterin Kira Kirsch erkannte, dass es im Künstlerhaus keinen Platz mehr hatte, suchte es eine feste Behausung, während es fleißig über Wien verteilt Programm machte. Man hörte von großem Ärger, dann eine Zeitlang nichts, und plötzlich war da nicht nur eine neue Spielstätte, sondern es tauchten zwei auf.

Bis 2024 soll eine ehemalige Zweigstelle der Zentralbank in St. Marx umgebaut sein und dann das Brut für alle Ewigkeiten beherbergen. Währenddessen residiert das Theater in einer Industriehalle im 20. Bezirk zwischen Nordwestbahngelände und Augarten. Seit März hat die Belegschaft dort ihre Büros, suchte diese aufgrund von Corona aber nur selten auf. Auch geprobt wurde bereits.

Mehr im Falter 38/21

In Autor Tags Theater, Kulturpolitik, Wien, Performance, Falter, Bericht

KOMPLIZEN – Theaterstück von Simon Stone nach Maxim Gorki

September 24, 2021 Martin Pesl
Uraufführung im Burgtheater: Michael Maertens, Lilith Häßle, Roland Koch © Marcella Ruiz Cruz

Uraufführung im Burgtheater: Michael Maertens, Lilith Häßle, Roland Koch © Marcella Ruiz Cruz

Auftrag

Übersetzung des Stücktextes aus dem Englischen ins Deutsche

Auftraggeber

S. Fischer Verlag

Projektinfo

Uraufführung: 26. September 2021, 18 Uhr, Burgtheater

Eine lichtdurchflutete, modernistische Villa auf der Sonnenseite von Wien, voller Menschen, mit denen es das Leben nicht schlecht gemeint hat. Privatgelehrte und Industrielle, Schauspielerinnen und Filmemacher, Therapeuten und Anwältinnen, Geschäftsführer und Investorinnen – sie kreisen in ihrem kleinen Orbit um sich selbst und umeinander, häufen finanzielle und emotionale Schulden an und spinnen Pläne zur Rettung der Menschheit oder ihres eigenen kleinen Unglücks.

Dafür haben sie sich mit Dienstleister*innen umgeben, die vor allem die Aufgabe haben, das Leben möglichst auf Abstand zu halten. „Draußen“ fordert die um sich greifende Pandemie nicht nur Tote auf Intensivstationen, sondern zunehmend auch soziale Opfer. Es kommt zu Entlassungen und Schließungen, ein Arbeitskampf eskaliert, am Ring brennen bereits Autos. Mittlerweile schleicht das Unbehagen den Millionenhügel hinan und stattet den Erben der Sonne Nacht für Nacht geisterhafte Besuche ab. Wie unter dem Mikroskop des Zellforschers zerfällt das Leben dieser Menschen – und ihre Ideen, Einfälle, Ideale geben sich zu erkennen als Bestandteile ihrer Komplizenschaft mit dem Bestehenden. Maxim Gorkis im Umfeld der russischen Revolution von 1905 entstandene Stücke KINDER DER SONNE und FEINDE behandeln einerseits die Choleraaufstände in Saratow Ende des 19. Jahrhunderts und andererseits den Streik in der Textilfabrik eines liberalen Unternehmers und Mäzens. Simon Stone hat für das Burgtheater- Ensemble auf der Basis beider Dramen ein lebenssattes Stück über die sozialen Verwerfungen unserer Tage geschrieben.

In Übersetzer Tags Burgtheater, Theater, Englisch, Stone
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