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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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MEHR KOPFKINO ALS THEATER – Kritik aus dem Akademietheater im Falter 9/19

February 27, 2019 Martin Pesl
Lehmend: Mirco Kreibich © Elisabeth Gruber/Burgtheater

Lehmend: Mirco Kreibich © Elisabeth Gruber/Burgtheater

Fiston Mwanza Mujila im Akademietheater

„Die ganze Welt ist Bühne“, schrieb schon Shakespeare, und seitdem ist es ein bisschen eine leere Floskel. Fiston Mwanza Mujilas Stück „Zu der Zeit der Königinmutter“ spielt in einer Bar irgendwo im Nirgendwo und landet bei seiner Uraufführung im Bühnenbild von Katrin Brack – das eine Bühne ist. Darauf steht nur das Equipment einer dreiköpfigen Band, und sie wird von verschiedenfarbigen Vorhängen gesäumt. Bracks romantische, aber recht unoriginelle Theater-im-Theater-Metapher zeigt symptomatisch, wie schwer es ist, dieses Stückes habhaft zu werden. Der einzige Platz, wo es sich verorten lässt, scheint der Nicht-Ort Theater selbst zu sein. 

Dabei wirkt es nicht so, als würde der Text dort unbedingt hinwollen. „Zu der Zeit der Königinmutter“ versammelt eine Gruppe skurriler Gestalten in einer Bar, die dort offenbar schon immer waren und sich in Wehmut üben. Die alte Zeit – so es sie je gab – bestand zwar vor allem aus schmutzigem Bier und lüsternen Männern, war aber dennoch offenbar viel toller als das triste Jetzt. So behilft man sich mit der „Erinnerung“ an vermeintlich erlebte Geschichten und Mythen von Schlangenmenschen und regnenden Fröschen. Blumige Worte, eindringliche Beschreibungen und eine fast biblische Wucht setzen ein überwältigendes Kopfkino in Gang. Nur übergreifenden Plot gibt es keinen, auch die Figuren entgleiten dem Zuschauergriff. Selbst die ominöse Königinmutter ist längst tot, wie Gertraud Jesserer am Ende in einem fast gruselig nüchternen Monolog schildert.

Mehr im Falter 9/19

 

In Autor Tags Theater, Kritik, Falter, Burgtheater

ROJAVA – Theaterproduktion des Volkstheaters Wien

February 26, 2019 Martin Pesl
Claudia Sabitzer, Isabella Knöll © www.lupispuma.com/Volkstheater

Claudia Sabitzer, Isabella Knöll © www.lupispuma.com/Volkstheater

Auftrag

Übersetzung des Stücktextes ins Englische und Erstellung und Bedienung der englischen und kurdischen Übertitel

Auftraggeber

Volkstheater Wien

Projektinfo

Premiere: 28. Februar 2019.

Rojava! Es gibt ihn noch, den Aufstand der unterdrückten Völker, ein politisches Experiment mit enormer Strahlkraft, eine Befreiungsbewegung, die voranschreitet, die Menschheit ihrer Ketten zu entledigen.

Betört von der unwiderstehlichen Aura der Revolution macht sich der Wiener Student Michael auf den Weg nach Rojava, das kurdische Selbstverwaltungsgebiet in Nordsyrien, um sich am Aufbau einer neuen Welt des geschwisterlichen Zusammenlebens zu beteiligen – und diese, wenn nötig, mit der Waffe zu verteidigen.

Kaum angekommen, lernt Michael den Kurden Alan kennen, den keine Ideologie mehr halten kann, und der einen Vorschlag macht: Alan verschafft Michael Kontakte in die revolutionäre Szene, Michael übergibt Alan dafür seinen Reisepass. So kann Alan dem Krieg endlich entkommen – ins sichere Österreich. Michael freundet sich indes mit Alans blindem Cousin an und erlernt den Umgang mit einer Waffe – von einer Kämpferin, die bei den Frauenverteidigungseinheiten Zuflucht gefunden hat.

Das neue Stück des Wiener Autors Ibrahim Amir handelt vom Versuch, unter den Bedingungen des Kriegs eine Utopie zu leben – in Rojava, wo Amir selbst aufgewachsen ist.

Der Musiker und Regisseur Sandy Lopičić brachte in den vergangenen Spielzeiten in Graz und St. Pölten höchst erfolgreich kraftvolle wie poetische musikalische Inszenierungen auf die Bühne und zeigt nun seine erste Arbeit am Volkstheater

In Übersetzer Tags Theater, Übertitel, Wien, Englisch

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Radiokritik zu „Zu der Zeit der Königinmutter“ am 23. 2. 2019

February 23, 2019 Martin Pesl
Gertraud Jesserer © Elisabeth Gruber/Burgtheater

Gertraud Jesserer © Elisabeth Gruber/Burgtheater

Auftrag

Besprechung der Premiere „Zu der Zeit der Königinmutter“ in der Sendung „Fazit – Kultur vom Tage“

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Live am 23. Februar 2019, nach 23:05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur.

In Sprecher Tags Theater, Kritik, Burgtheater, Deutschlandfunk Kultur

WEITERSCHURKEN: BALLMEYER – Kolumne in der Buchkultur

February 23, 2019 Martin Pesl
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In meinem 2016 erschienenen „Buch der Schurken“ versammelte ich 100 der genialsten Bösewichte der Weltliteratur in einem Minilexikon. Einige blieben dabei auf der Strecke. Schändlicherweise. Hier begleiche ich nach und nach die schurkische Schuld.

Wenn man Gaston Leroux überhaupt kennt, dann als Autor der Romanvorlage zum Musical „Das Phantom der Oper“ – und auch hier denken viele, das habe Andrew Lloyd Webber erfunden. In Wirklichkeit wäre Leroux dafür zu rühmen, dass er das Genre der Locked-Room-Mystery geprägt und damit anglophonen Granden der Unterhaltungsliteratur wie John Dickson Carr, Arthur Conan Doyle und ein klein bisschen Agatha Christie den Weg geebnet hat (die Queen of Crimefreilich ging es entspannter an und sparte sich meist das bei entdeckter Leiche zum Himmel geschriene pathetische „Es ist unmöglich!“).  

Es ist wirklich ein Jammer, dass dieses Subgenre des Krimis, das handwerkliche Meisterschaft erfordert, in Zeiten von DNA-Analysen und Leserschwund kaum noch eine Chance hat: Verbrechen, deren technische Ausführung auf den ersten Blick nur übersinnlichen Kräften möglich scheint, typischerweise weil sich das Opfer in einem von außen verschlossenen Raum ohne Fluchtmöglichkeit befindet. Der Pariser Reporter Gaston Leroux schien dafür aus seiner journalistischen Praxis zu schöpfen. In Lerouxs ersten Romanen „Das Geheimnis des gelben Zimmers“ (1907) und „Das Parfum der Dame in Schwarz“ (1908) spürt sein Alter ego, der 18-jährige Joseph Rouletabille, diversen scheinbar unmöglichen Situationen nach und dröselt sie schließlich, wie später Holmes oder Poirot, zum allgemeinen Erstaunen auf. Begangen wurden sämtliche Morde und Beinahe-Morde vom Meisterdieb Ballmeyer, nur dass das am Ende des „Zimmers“ eine große Überraschung darstellt, während es im „Parfum“ darum geht, zu entschlüsseln, als welcher der Anwesenden sich Ballmeyer verkleidet hat. Komplex? Ja, sogar kompliziert, aber im Übrigen kein Spoiler für Neugierige: Wer Ballmeyer ist, wird hier natürlich nicht verraten. 

Mehr in der Buchkultur 182

In Autor Tags Kolumne, Buch, Buchkultur, Krimi, Schurke
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