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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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„DIE SUCHMASCHINE IM HIRN DARF ICH ABSCHALTEN“ – Kai Krösche im Gespräch mit Martin Thomas Pesl, STELLA15-Juror

June 24, 2015 Martin Pesl
STELLA14-Preisträger als beste Produktion für Jugendliche:  
 
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STELLA14-Preisträger als beste Produktion für Jugendliche:  „Moby Dick“ der Theaterfabrik Weiz  © meinbezirk.at

Kai Krösche, Geschäftsführer der ASSITEJ Austria hat mich zu meiner Tätigkeit als Juror für den STELLA-Preis für Theater für junges Publikum 2015 interviewt. Mit dem morgen beginnenden Schäxpir-Festival in Linz erreicht die Sichtungsphase offiziell ihren Endspurt.

Als Theaterkritiker für Medien wie nachtkritik.de und das Magazin WIENER warst Du in der Vergangenheit in erster Linie im Bereich des Theaters für Erwachsene unterwegs. Erforderte die Jurytätigkeit für den STELLA15 ein Umdenken?

Die angenehmste Umstellung war, dass ich als Juror zunächst nicht beschreiben, sondern „nur“ bewerten muss. Die automatische Suchmaschine nach den richtigen Worten im Hirn darf ich also abschalten; die brummt sonst sehr laut, und es ist herrlich, pur und in aller Ruhe einfach zuschauen und zuhören zu können. Was den Unterschied zwischen Theater für junges und nicht so junges Publikum betrifft – der besteht wohl vor allem darin, dass man nicht so leichtfertig mit der Sowas-hab-ich-doch-schon-hundertmal-gesehen-Keule kommen darf. Denn die Zielgruppe ist zwar gewiss nicht dümmer oder anspruchsloser als die Erwachsenen, aber hat eben, weil jung, das meiste am Theater noch nicht hundertmal gesehen. Das macht es den Künstler/innen auf den ersten Blick leichter, Zugang zu ihrem Publikum zu finden, auf den zweiten Blick wird es dadurch aber auch viel schwieriger, originell zu sein. Daher müssen also auch wir, die Jury, viel offener sein und genauer hinschauen, was die Ästhetik betrifft. Es ist erfrischend, dass es insgesamt viel mehr um Themen und Vermittlungsformen geht, als darum, ob Jan Fabre etwas Ende der Achtzigerjahre schon mal viel besser auf den Punkt gebracht hat.

Nach über 100 Premieren in der vergangenen Saison bekommt man einen recht umfassenden Einblick in die österreichische Theaterszene für junges Publikum. Konntest Du Tendenzen, Trends, Themen beobachten, die sich wie ein roter Faden durch Produktionen der Szene zogen?

Schwer zu sagen, weil die über 100 Premieren natürlich insgesamt eine große, große Vielfalt abdecken. Vielleicht gibt es eine Tendenz zum Verspielten, Spielerischen? Sehr beliebt – aber das war, glaube ich, immer schon so – ist das Aufbereiten klassischer Stoffe von Shakespeare oder Schiller für Kinder. Und kaum eine Produktion kommt ohne Musik und/oder Tanz aus. Einen wirklichen roten Faden müsste man freilich ziemlich schlangenlinienartig führen, würde man ihn durch alles durchziehen wollen. Das ist aber auch gut so, sonst wäre unser Job nicht so spannend!

In wenigen Worten: Was macht für Dich „herausragendes“ Theater für junges Publikum aus?

Eine herausragende Produktion überrascht mich, während ich drinnen sitze, regt mindestens eines von Hirn, Herz, Zwerchfell und Gesichtsmuskulatur heftig an und wirkt auch noch später nach. Außerdem möchte ich erkennen, dass alle Beteiligten wissen, was sie tun. Soweit gilt das für Theater allgemein. Speziell auf die Zielgruppe bezogen ragt in meinen Augen Theater heraus, das es schafft, zu (über)fordern, aber auf genüssliche Art und Weise. Viel verlangt, ich weiß!

Martin Thomas Pesl, geboren 1983 in Wien, arbeitet von ebenda aus als Übersetzer, Autor und Kulturjournalist, etwa für das Magazin WIENER und für nachtkritik.de. Zahlreiche Ausflüge in die Theaterpraxis in verschiedensten Funktionen erlauben ihm einen Innenblick im Außenblick.

www.assitej.at

In Blog Tags Theater, Jury, Interview, STELLA

DIGITALE METHODEN FÜR DIE FORSCHUNG IM NETZ – Text von Richard Rogers

June 21, 2015 Martin Pesl
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© Martin Thomas Pesl

AUFTRAG

Übersetzung des Textes aus dem Englischen ins Deutsche für den Band  „Medienkultur und Bildung. Ästhetische Erziehung im Zeitalter digitaler Netzkultur“, herausgegeben von Malte Hagener und Vinzenz Hediger

AUFTRAGGEBERIN

Philipps-Universität Marburg

Projektinfo

Unsere schnelllebige Medienkultur wurde von der Medienpädagogik bislang vor allem als Quelle sozialer Probleme behandelt. Die Autorinnen und Autoren, u.a. Alain Bergala, Henry Jenkins, Richard Rogers und Martin Seel, öffnen den Blick auf eine Medienbildung, der nicht nur eine sozialpädagogische Aufgabe zukommt, sondern auch eine ästhetisch-künstlerische. Sie entwerfen eine Programmatik der ästhetischen Erziehung, die zum Ziel hat, das Wahrnehmungsund Urteilsvermögen der Menschen in der neuen Medienkultur zu schulen.

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© campus

In Übersetzer Tags Wissenschaft, Buch, Englisch

HORCYNUS ORCA – Blitz-Bildung im WIENER 402

June 18, 2015 Martin Pesl
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© S. Fischer

Stefano D'Arrigo

Horcynus Orca

Aus dem Italienischen von Moshe Kahn

S. Fischer Verlag, € 58,00

ISBN: 978-3-10-015337-1

Der WIENER liest für Sie Klassiker der Weltliteratur. Diesmal: der neue Killerwal unter den Wälzern – ein mythenumranktes Sprachkunstwerk aus Sizilien 

“Sie ruderte für hundert, sie durchharkte das tote Gewässer bündelweise, zerdrückte und zermalmte es, um darin ihre Flucht zu graben, im Flug legte sie eine vielleicht zweihundert Meter lange Meeresstrecke zurück, und am Ende machte sie eine weit ausholende Kehre, um die Richtung zu ändern: Bei dieser derart risikoreichen Vorgehensweise orientierte sie sich mit einer so staunenerregenden Sicherheit, als würde ein unsichtbarer Vollmond am Himmel einzig für sie glänzen.”

„Damn lucky Germans!!“ Das schreibt ein neidischer Amerikaner auf der Bücherplattform Goodreads über „Horcynus Orca“. Denn obwohl Stefano D’Arrigos 1454-Seiten-Opus schon seit 40 Jahren als großer Klassiker der Weltliteratur gilt, liegt es bisher erst in einer einzigen Übersetzung vor: ins Deutsche. Und das auch erst seit heuer. Alle außer dem engagierten Moshe Kahn und seinem Herausgeber Egon Ammann hielten das Werk bisher für unlesbar und unübersetzbar. Verständlich, enthält es doch über 2000 Wortneuschöpfungen und ist in einem Gemisch aus Hochitalienisch und diversen sizilianischen Dialekten verfasst, das einen gleichzeitig einlullt und ängstigt, so wie die Wellen der unruhigen See. Na, viel Erfolg.

Aber Moshe Kahn hat es geschafft und dafür gleich ehrenwerte Preise eingestrichen. Acht Jahre hat er gebraucht, immerhin nur halb so lang wie der Autor für die „Überarbeitung“ seiner ursprünglich 100-seitigen Geschichte, in deren Verlauf er über 1000 Seiten hinzufügte. „Ulysses“ trifft hier „Moby Dick“ und wieder Ulysses, sprich: Odysseus.

Ein solcher ewiger Heimkehrer (obwohl er eigentlich netto nur acht Tage braucht) ist D’Arrigos Hauptfigur Moses ’Ndrja Cambria, Soldat aus Sizilien, der während des Zweiten Weltkriegs seine Marineeinheit verlässt und über die Meerenge zwischen Skylla und Charybdis nach Hause in sein Heimatdorf möchte, wo sein Vater und seine Verlobte auf ihn warten. Dabei begegnet er einer Reihe mythologisch angehauchter Gestalten: etwa der verführerischen Bootsbesitzerin Ceccina Circé und einem Malteser, der Ruderer für eine Regatta rekrutieren möchte. Und vor allem: unzähligen Fischen und Delfinen, genannt Feren („die Wilden“), und einem gigantischen Meereskoloss: dem Orcinus Orca oder Orcaferon oder Tiergiganten. Ihn als Killerwal oder Schwertwal zu beschreiben, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Dieses Monstrum, das das letzte Drittel des Romans regiert, ist größer als das Meer, größer als das Leben, sodass nur ein Ozean an Worten ihm beikommt: ein maritimer Superlativ wie dieses ganze Buch – org, Orca, „Horcynus Orca“.


ARKALAMEKK UND CO.
DIE SCHÖNSTEN WORTKREATIONEN VON D’ARRIGO/KAHN

Erohräugen
Seinem Autor zu Ehren schöpft Übersetzer Moshe Kahn Wörter, dass einem Hören und Sehen vergeht. Die, bei denen es ums Hören und Sehen geht, sind dabei besonders hübsch. So stellt er immer wieder das Hörengesagte dem Mitdenaugengesehenen gegenüber, und aus „oreocchiare“ werden das „Erohräugen“ und in weiterer Folge die „Ohraugen“.

Pomponade
Was wie buntes Gel in den Haaren klingt, macht sich auch als Ausdruck für Firlefanz und Affentheater ganz gut. D’Arrigos ursprüngliche Wortschöpfung lautet „pomponella“. Das französische Wort für Quaste, „pompon“ steckt auch drinnen.

Fere
Heftige Diskussionen entbrennen zwischen den Matrosen, ob die flinken Fischwesen, die sie umströmen, nun einfach schnöde Delfine oder zauberhafte Feren sind. Auf Sizilianisch sind Delfine „feruni“, aber auch der lateinische Wortstamm für „wild, ungezähmt“ ist hier zu finden. Also: Eine Fere ist ein Delfin, aber eigentlich auch nicht. Denn der Delfin bleibt in den Köpfen lieb und lustig, und der Fere komm besser nicht in die Quere.

Chinesischesdingsda
Hierbei handelt es sich um das männliche Genital. „Dingsda“ ist klar (und passt auch zum weiblichen Gegenstück, dem „Dingding“ oder „Glöckchen“, mit dem die kecke Ceccina Circé sogar die wilden Feren zähmt), warum es chinesisch ist, kommt einem ohne Italienischkenntnisse jedoch etwas spanisch vor.

Arkalamekk
Was für ein wundervolles Wort! Es bedeutet etwas Seltsames, Faszinierendes, Köstliches, Doppelbödiges, Dunkles. In dem Wort verbindet sich Mekka, Glücks- und Sehnsuchtsort, mit der Arche, dem archetypischen (!) Boot aller Boote. 


WER DEN WAL HAT, HAT DIE QUAL – Zitate zum Seekrankwerden

“Ein Koloss von einem Körper, um die fünfzehn Meter lang und einige Tonnen schwer, von fetter Haut, die dampft wie erkaltende Lava und schwitzt so gemeine Düfte aus, dass man meint, alle seine Funktionen würde er mittels Ausschwitzen durch die Poren seiner Haut erledigen;(...).”
— S. 837
“Und in dieser Niederkunft der Winzlingsaale, in diesem Getropfe geheimnisvollen Lebens, das aus jeder Falte, jedem Riss, jedem Spalt und jedem Wundkrater hervorquoll, als würde alles aus der Haut hervorschwitzen, hatte der tote Orcaferon noch etwas von einem lebendigen Orcaferon, etwas Lebendiges, Ungeheuerliches, etwas, das den Tod brachte.”
— S. 1370
“Jetzt ruderten die Milchbärtigen verschwommen in dunkelster Dunkelheit, sie waren nur Schatten mehr, die ohne Arme noch Hände über den Rudern wogten, wie eine leichte, machtvolle, gewundene, nicht aufzuhaltende Kruppe eines schwarzen Tiergiganten.”
— S. 1452

 

In Autor Tags Blitz-Bildung, Roman, Buch

FISHERS OF HOPE. TAWERET – Gastspiel des Baxter Theatre Centre bei den Wiener Festwochen und den Mannheimer Schillertagen 2015

June 12, 2015 Martin Pesl
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© Oscar O'Ryan

Auftrag

Übersetzung des Stücktextes aus dem Englischen sowie das Einrichten und Fahren der deutschen Übertitel bei den Festwochen und den Schillertagen in Mannheim

Auftraggeber

Wiener Festwochen GmbH

Projektinfo

„Fishers of Hope“  spielt irgendwo in Afrika, genauer: am Ufer eines nebligen Sees, an der Feuerstelle einer Fischerfamilie. Zum Kochen gibt es nichts, der einzige Ernährer, verletzt von einem Nilpferd, kann die kleine Gemeinschaft nicht länger am Leben erhalten. Die offensichtlich zu erwartende soziale Tragödie wird allerdings nicht erzählt. Mit dem ihr eigenen ≫magischen Realismus≪ gibt die südafrikanische Autorin und Regisseurin Lara Foot der Geschichte eine unerwartete Wendung: Jede ihrer Figuren, einige von ihnen tragen biblische Namen, bekommt Raum, schaut weit über Alltägliches und Not hinaus und spricht von Hoffnung als allgegenwärtiger bindender und metaphysischer Kraft der Gemeinschaft. 

Die archaische Form afrikanischen Geschichtenerzählens erweitert Lara Foot um Tanz, Musik und Videoprojektionen. Mit verführerisch-poetischer Bildkraft entwirft sie nicht nur ein Familiendrama, sondern die Tragödie eines ganzen Kontinents, auf dem sich nach und nach alle Hoffnungen verbrauchen.
 

In Übersetzer Tags Übertitel
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