So monumental ist das berühmteste Werk des schreibenden Ehepaares Tankred Dorst und Ursula Ehler, dass sich seit der Fertigstellung 1981 nur wenige trauten, „Merlin oder Das wüste Land“ aufzuführen. Der für bildstarke und verspielte Inszenierungen bekannte Regisseur Antú Romero Nunes versucht es, indem er die Handlung zusammenfasst – dreieinhalb Stunden bleiben übrig – und sehr frei mit dem Text umgeht.
In dieser philosophischen Interpretation des mittelalterlichen Artus-Stoffes ist der Zauberer Merlin der Sohn des Teufels, will aber dessen Plan, die Menschheit ins Böse zu führen, vereiteln und stattdessen Sinn schaffen. So macht er denjenigen zum König, der es schafft, das Schwert Excalibur aus einem Stein zu ziehen – es ist Artus. Der soll mithilfe einer technischen Innovation, des runden Tisches, verfeindete Ritter zusammenbringen und an einer neuen Gesellschaftsordnung arbeiten lassen.
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