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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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UND WO IST DAS LENKRAD? – Buchrezension in der Buchkultur 204

October 13, 2022 Martin Pesl

In seinem schmalen Roman aus 2007 verfolgt „Anomalie“-Autor Hervé Le Tellier das Leid eines Verliebten.

Niemand ist lächerlicher, als wenn er verliebt ist. Dabei noch dazu keine realistischen Chancen zu haben, macht uns erst recht zur peinlichen Nummer, vor allem vor uns selbst.

Der französische Mathematiker und Autor Hervé Le Tellier, richtig berühmt seit seinem Prix Goncourt für „Die Anomalie“ 2020, weiß das. Indem er Schritt für Schritt die Handlungen und Gedankengänge seines ironisch so bezeichneten „Helden“ erzählt, der seiner Angebeteten nach Schottland hinterherfliegt, scheint er extra Salz in dessen Wunden zu streuen. Dabei ist sicherlich kein Zufall, dass Le Tellier bei Erscheinen des schmalen Romans 2007 genauso alt war wie der erbärmliche Franzose, der sich auf den Beifahrersitz seines britischen Mietautos setzt und erst einmal sekundenlang die Stelle anstarrt, an der sonst das Lenkrad sein sollte.

Weiter in der Buchkultur 204

In Autor Tags Rezension, Frankreich, Buchkultur

SCHURKENSTÜCKE: AYOOLA – Kolumne in der Buchkultur 204

October 13, 2022 Martin Pesl

In meinem 2016 erschienenen „Buch der Schurken“ versammelte ich 100 der genialsten Bösewichte der Weltliteratur in einem Minilexikon. Einige blieben dabei auf der Strecke. Schändlicherweise. Hier begleiche ich nach und nach die schurkische Schuld.

Blut ist dicker als Wasser, der Spruch hat schon sowas Böses. An der Oberfläche geht es schlicht um familiären Zusammenhalt, aber darunter lauern klaffende Wunden und blutrünstige Übeltaten. „Thicker Than Water“ hieß ursprünglich das erste E-Book der nigerianische Autorin Oyinkan Braithwaite. Später, in den USA physisch zwischen Buchdeckel gepresst und mit mehreren Krimipreisen ausgezeichnet, blieb dem Debütroman ein deutlich weniger subtiler Titel: „Meine Schwester, die Serienmörderin“.

Die „Columbo“-Methode, früh zu verraten, wer’s war, findet hier ihren unüberbietbaren Höhepunkt. Etwaige Ahnungen, die Dinge könnten nicht so sein, wie sie scheinen, werden noch vor dem Aufschlagen des Buches aus dem Weg geräumt – ähnlich wie sämtliche Boyfriends von Ayoola. Nach dem Mord am dritten, Femi, beginnt die Erzählung. Wieder mit dem Messer sei es passiert, gesteht Ayoola ihrer älteren Schwester Korede (die uns in Ich-Form am Geschehen teilhaben lässt), und wieder – natürlich – aus Notwehr. In schwesterlicher Kollaboration schaffen die beiden also die Leiche weg und halten in den sozialen Medien das Gerücht aufrecht, Femi sei verschwunden. Korede, von Beruf Krankenschwester in Lagos, macht sich zum dritten Mal an die penible Tatortreinigung und wischt literweise Blut auf. Dass Ayoola – ihr Name bedeutet auf Yoruba „das Glück des Reichtums“ – umgehend zur unbeschwerten Party-Normalität übergeht, bereitet Korede Kopfzerbrechen, aber nicht so viel wie die beginnende Romanze zwischen ihrer Schwester und dem feschen Arzt Tade. Erstens hätte sie sich den selber gerne geangelt, zweitens fürchtet sie naturgemäß um sein Leben.

Weiter in der Buchkultur 204

In Autor Tags Schurke, Kolumne, Buchkultur

HEUT, DA BIN ICH EINE MAUS – Bilderbuch von Franziska Höllbacher

October 8, 2022 Martin Pesl

Auftrag

Lektorat und Korrektorat des Textes

Auftraggeberin

Edition 5haus

Projektinfo

Eine tierische Entdeckungsreise zum eigenen Ich.

Kennen wir das nicht alle, dass wir uns manchmal gar nicht wiedererkennen? Und manches Mal ganz gern ganz anders wären? Ein Tier zum Beispiel, eine Katze etwa, ein Affe oder gar ein Elefant! Heut, da bin ich eine Maus lädt zu einer Entdeckungsreise ein, an deren Ende ein wunderbar wandelbares, vielschichtiges ICH steht.
Ein Bilderbuch, so vielseitig wie seine Charaktere.

Geschrieben in 12 humorvollen Strophen und durchgängig farbig illustriert.

In Lektor Tags Buch, Tier, Deutsch

WAS ZÄHLT, BIST DU – Bilderbuch von Magda Hassan und Raffaela Schöbitz

October 8, 2022 Martin Pesl

Auftrag

Lektorat und Korrektorat des Textes

Auftraggeberin

Edition 5Haus

Projektinfo

Meistens sind es die Dinge, die wir nicht gut kennen, die uns Angst machen. Lass dir von dem Unbekannten erzählen.

Kunstvoll entführt das Bilderbuch Was zählt, bist du. in die Welt des Anderen und lädt zu einem Perspektivenwechsel ein: Die Begegnung mit dem Geparden steht für die spielerische Annäherung an das Unbekannte, das ein liebevolles Kennenlernen ermöglicht. Denn schließlich sind wir selbst die, die anders sind. Am Ende sind wir es, die zählen.

„Beinahe hätte ich ihn an meinen Beinen gespürt. Mit jedem Wort, das sie sagte, wuchs meine Nähe zu dem großen Tier. Sie sprach von seinen sanften Bewegungen, seiner Größe, seinem glänzenden Fell und schilderte geradezu jeden Punkt darauf. So genau, dass ich den Geparden beinahe an meinen Beinen zu spüren meinte. Als sie von seinen scharfen Augen und seiner feuchten Schnauze erzählte, war es, als kniete ich neben ihm.“

In Lektor Tags Buch, Deutsch
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