• Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt
Menu

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

Street Address
Vienna
Phone Number

Your Custom Text Here

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

  • Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik aus dem Burgtheater auf Deutschlandfunk Kultur

April 5, 2022 Martin Pesl

Lilith Häßle, Tim Werths, Franz Pätzold © Nikolaus Ostermann

Auftrag

Kritik zur Premiere „Cyrano de Bergerac“ im Burgtheater im Gespräch mit Britta Bürger

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Cyrano ist im Regiment der größte Wortkünstler. Seine Reime und improvisierten Wortspiele sind von solcher Kraft und Schönheit, dass ihm niemand das Wasser reichen kann – weder auf der Bühne noch im Alltag. Furchtlos legt er sich mit den mächtigsten Typen von Paris an, und die ganze Kunstszene der Stadt liegt ihm zu Füßen. Allerdings hat Cyrano ein Problem: Seine Nase ist von solch stattlicher Größe, dass er sich nicht traut, der smarten Roxane seine Liebe zu gestehen. Der neue Rekrut Christian dagegen ist äußerlich perfekt, jedoch in der Dichtkunst eher durchschnittlich. Roxane verliebt sich trotzdem leidenschaftlich in Christian und fordert von ihm schriftliche Liebesbeweise. In seiner Not lässt sich Christian von Cyrano helfen, der von nun an in Christians Namen Liebesbriefe an Roxane verfasst.

Der britische Dramatiker Martin Crimp hat eine Neufassung von CYRANO DE BERGERAC geschrieben, und seine Nachdichtung von Edmond Rostands berühmtem Versdrama aus dem späten 19. Jahrhundert ist sprachlich spektakulär und um zahlreiche Einflüsse aus Spoken Word, Hip-Hop und zeitgenössischem Diskurs erweitert: durchgängig gereimt, scharfzüngig und voller Humor.

5. April 2022, ab 23:05 Uhr

auf Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Deutschlandfunk Kultur, Theater, Burgtheater, Kritik

SCHURKENSTÜCKE: BONAPARTE BLENKINS – Kolumne in der Buchkultur 201

April 5, 2022 Martin Pesl

In meinem 2016 erschienenen „Buch der Schurken“ versammelte ich 100 der genialsten Bösewichte der Weltliteratur in einem Minilexikon. Einige blieben dabei auf der Strecke. Schändlicherweise. Hier begleiche ich nach und nach die schurkische Schuld.

Die Instinkte sprechen von Anfang an gegen Bonaparte Blenkins. Die Straußen jagen ihn (und: ihm einen Heidenschrecken ein), kaum, dass er Tant’ Sannies Farm betreten hat. Der treue Hund, Doss, knurrt, und die kleine Lyndall durchschaut und verachtet ihn auf den ersten Blick. Jahre später wird sie, frisch aus dem Mädchenpensionat zurückgekehrt, eine feministische Rede von visionärer Weisheit halten (1883! in Südafrika!), für die allein sich schon die Lektüre von Olive Schreiners faszinierender „Geschichte einer afrikanischen Farm“ lohnt. In dieser Rede wird sie Bonaparte Blenkins treffend als „menschgewordenen Riesenmagen“ beschreiben, zu einem Zeitpunkt, als der Schurke längst das Weite gesucht und der Roman ohne seine Intrigen einen ruhigeren, geradezu existenzialistischen Pfad eingeschlagen hat.

Beinstell-Ben nannten sie ihn als Kind in Irland wegen seiner Fähigkeit, unauffällig ein Bein vorzustrecken und andere zum Sturz zu bringen. Man darf davon ausgehen, dass alle anderen Heldentaten des Hochstaplers, der sich selbst für das „cleverste Kerlchen“ hält, ebenso erfunden sind wird seine innige Gottesfürchtigkeit und die Verwandtschaft mit Napoleon, der er seinen Vornamen verdanke. Nur aufgrund der naiven Urwüchsigkeit der Farmgesellschaft schafft es der selbst eher einfältige Blenkins als dahergelaufener Zufallsgast, allseits Mitleid zu erwecken: Er habe eine kranke Frau! Oh weh, nun sei seine Frau gestorben! Vom Gast wird er zum Schulmeister der anwesenden Kinder erhoben, schließlich zum Aufseher mit Herrschaftsansprüchen.

Weiter in der Buchkultur 201

In Autor Tags Kolumne, Schurke, Südafrika, Buchkultur

AMERIKANISCHE GAY-SCHICHTSSTUNDE – Nachtkritik aus dem Tiroler Landestheater

March 27, 2022 Martin Pesl

© Birgit Gufler

Elektrobeats, Ronald Reagan und Aids. Tony Kushners "Engel in Amerika" ist ein Klassiker über schwules Leben in den 1980ern. Am Tiroler Landestheater Insbruck bringt Felix Hafner das Drama auf die Bühne. Und zeigt Menschen, die wie Käfer in einer Schachtel krauchen.

27. März 2022. Während mit "Das Vermächtnis" ein brandneues zweiteiliges schwules US-Drama in Deutschland Furore macht, bleibt man in Österreich vorerst beim alten: "Engel in Amerika" vom 1956 geborenen New Yorker Dramatiker Tony Kushner war in diesem speziellen Teilgenre bisher einsame Spitze, 1993 brachte es Kushner den Pulitzer-Preis ein. Nicht zuletzt wegen der Parallelen zwischen HIV- und Corona-Pandemie setzte das Tiroler Landestheater den ersten der beiden Teile auf den Spielplan. Titel: "Die Jahrtausendwende naht" (engl. "Millennium Approaches").

Dabei lässt das Publikum in Innsbruck weniger die ausführliche Erklärung eines Arztes aufhorchen, wie das Immunschwächevirus funktioniert, als ein Dialog an der Rampe zwischen Florian Granzner als Louis, eine der Hauptfiguren, und Simon Olubowale in der Rolle des schwarzen Krankenpflegers und Drag Artists Belize. Die beiden führen ein Streitgespräch über Demokratie, Freiheit, Bürgerrechte und das Rassismus-Problem, das Amerika angeblich nicht hat. Es wirkt erschreckend heutig – und ist es wohl auch zum Teil: Begriffe wie "Whitesplaining" gab es im Jahr 1986, in dem die Passage angesiedelt ist, noch nicht. Olubowale lässt sie genüsslich in seinen erregten Konter einfließen.

Blick auf die späten Reagan-Jahre

Abgesehen davon gibt es drei lupenreine Geschichtsstunden über die auslaufenden Reagan-Jahre zu erleben, aus der Sicht der von der Seuche geplagten Schwulenszene, aber auch durch die religiöse Brille jüdischer und mormonischer Amerikaner:innen. Ganz TV-Serie (die es natürlich auch schon gab), wird wortreich zwischen drei Handlungssträngen einerseits, Halluzinationen der Figuren andererseits hin- und hergeschaltet. Den aidskranken Prior Walter suchen Visionen heim, sein Partner Louis verlässt ihn und beginnt eine Affäre mit dem Mormonen Joe, der schweren Herzens seine valiumsüchtige Frau Harper sitzenlässt. Joe arbeitet für Roy Cohn, einen skrupellosen Anwalt, der anfangs ebenfalls eine Aids-Diagnose erhält.

Weiterlesen …

In Autor Tags Nachtkritik, Theater, Kritik, Tirol

MITTEILUNGEN – Zeitschrift von designaustria

March 26, 2022 Martin Pesl

Auftrag

Korrektorat und Übersetzung der Artikel

Auftraggeberin

cardamom – Agentur zur Förderung des guten Geschmacks

Projektinfo

Viermal im Jahr gibt designaustria für die eigenen Mitglieder eine ausführliche Publikation heraus. Seit 2022 übernimmt cardamom – Agentur zur Förderung des guten Geschmacks die Redaktion des Heftes. Ich bin als Lektor und Übersetzer an Bord.

In Übersetzer, Lektor Tags Magazin, Design
← Newer Posts Older Posts →

FILTER

Filtern nach Kategorie: Blog
Filtern nach Kategorie:
Filtern nach Kategorie: Übersetzer
Filtern nach Kategorie: Sprecher
Filtern nach Kategorie: Lektor
RSS Feed des Blogs abonnieren

Tags

  • Theater
  • Kritik
  • Falter
  • Wien
  • Festival
  • Nachtkritik
  • Buchkultur
  • Burgtheater
  • Interview
  • Wiener Festwochen
  • Performance
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Rezension
  • Tanz
  • Buch
 


℗ © 2005–2016 Martin Thomas Pesl