• Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt
Menu

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

Street Address
Vienna
Phone Number

Your Custom Text Here

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

  • Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik von den Wiener Festwochen auf Deutschlandfunk Kultur

June 5, 2021 Martin Pesl
„Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer“ © Luna Zscharnt

„Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer“ © Luna Zscharnt

Auftrag

Live-Kritik der Festwochen-Premiere „Die Gewehre der Frau Kathrin Angerer“ im Gespräch mit Marietta Schwarz

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Lob des Tanzfilms – Primark Bausch

„Wenn das Theater den Biss verliert, besetzen die Zahnärzte den Zuschauerraum“, schrieb Heiner Müller. Aber ich muss bei Zahnärzten immer eher an Folgendes denken: Wenn du wirklich Zahnarzt bist, ja, Zahnärzte können einen so beleuchten, dass man alles sieht, aber ohne dass sie einen blenden. Und das kriegen die am Theater nicht hin. Also wenn man im Glashaus sitzt, nicht gegen Zahnärztinnen wettern, Heiner Müller! Und nicht nur „der Mutterschoß ist keine Einbahnstraße“. Dein Hetenarsch eben auch nicht. Worauf ich hinaus will: Erfahrungen von Menschen, die keine Lust haben, was aufzuschreiben, können nicht der Bedeutungsverlust des Theaters sein. Deshalb: Lob des Tanzfilms. Immerfort hört man, dass die Welt aufgegeben wurde. Aber wie behielt die Weltlosigkeit ihre Kinder? Durch die dritte Sache? Nein, durch die vierte. Lob der vierten Sache.

René Pollesch, designierter Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, inszeniert seit Jahren seine eigenen Stücke an zahlreichen Theatern. Seine Praxis als Regisseur und Autor vertraut wesentlich auf die Autonomie der im Theater versammelten Künstler*innen, allen voran der Schauspieler*innen, Bühnenbildner*innen und Kostümbildner*innen.

5. Juni, ab 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Radio, Kritik, Deutschlandfunk Kultur, Wien, Wiener Festwochen, Festival

ALPHA – Hörbuch von Marion Guerrero

June 5, 2021 Martin Pesl
© Jorghi Poll, Edition Atelier

© Jorghi Poll, Edition Atelier

ALPHA
von Marion Guerrero
gelesen von Martin Thomas Pesl
Musik: Martin Kröß
Erschienen im Verlag Edition Atelier 2018

Zum Download verfügbar unter anderem bei Audiamo.

INHALT

Erik Jäger ist ein blendender Selbstdarsteller, ein Meister der Manipulation, der Menschen emotionslos danach beurteilt, ob sie ihm nützlich sein könnten oder nicht. Sowohl seine Beziehungen als auch seine Karriere in der Politik baut er erfolgreich auf Täuschungen, Intrigen und Erpressung auf. Obwohl er selbst keinen politischen Standpunkt hat, reizt ihn das Spiel mit der Macht. Alles scheint ihm leicht von der Hand zu gehen, die Pokernächte mit seinen Förderern, der Familienbesuch mit der Freundin ... bis ihm die Tochter seines Chefs unvermittelt in die Quere kommt.

Marion Guerrero präsentiert einen Alptraum der Oberflächlichkeiten und verpasst dem männlichen Dominanz- und Alphadenken eine gekonnte Ohrfeige.

In Sprecher Tags Roman, Hörbuch

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik von den Wiener Festwochen auf Deutschlandfunk Kultur

June 3, 2021 Martin Pesl
David Bennent spricht Michaux in „Liberté d’action“ © Soley Sigurjonsdottir

David Bennent spricht Michaux in „Liberté d’action“ © Soley Sigurjonsdottir

Auftrag

Live-Kritik der Festwochen-Premiere „Liberté d’action“ im Gespräch mit Marietta Schwarz

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

„Ich reise nicht mehr. Reisen, was für ein Interesse sollte das für mich haben?“ So beginnt der Maler und Poet Henri Michaux 1945 seinen Text Liberté d’action. Und unter diesem Titel präsentiert der Theatermacher Heiner Goebbels, zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren wieder in Wien zu Gast, sein neuestes Stück als Vertonung der Worte von Michaux. Für das szenische Konzert arbeitet Goebbels mit Ueli Wiget und Hermann Kretzschmar, den beiden Pianisten des renommierten Ensemble Modern, zusammen und verschränkt die Klänge präparierter Klaviere mit einer sich dagegen behauptenden Stimme. Der virtuose Schauspieler David Bennent mäandert durch die explosiven Gedankenwelten des Dichters, zeichnet Bilder einer unwirtlichen, rätselhaften Welt und verrückt Handlungsmacht und Entscheidungsfreiheit in die bloße Imagination. Liberté d’action erkundet – sprachlich, stimmlich, musikalisch, szenisch – Autonomie und Abhängigkeit.

3. Juni, ab 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Radio, Kritik, Deutschlandfunk Kultur, Wien, Wiener Festwochen, Festival, Literatur

FRAUEN MACHEN THEATER, MÄNNER SIND THEATER – Doppelkritik aus Akademie- und Volkstheater im Falter 22/21

June 2, 2021 Martin Pesl
Uwe Rohbeck als Kay Vo… äh, als Bruscon © Birgit Hupfeld

Uwe Rohbeck als Kay Vo… äh, als Bruscon © Birgit Hupfeld

Burg- und Volkstheater konkurrieren mit albtraumartigen Thomas-Bernhard-Abenden

Es ist Thomas-Bernhard-Jahr. Österreichs liebster Weltliterat und „Nestbeschmutzer“ wäre diesen Februar 90 geworden. Dass dennoch am 26. Mai parallel zwei neue Bernhard-Inszenierungen zeitgleich Premiere hatten, ist ein Zufall infolge des lockdownbedingten Produktionsstaus. Zum Glück sind „Der Theatermacher“ in Kay Voges’ und „Die Jagdgesellschaft“ in Lucia Bihlers Inszenierung komplett verschieden und beide sehenswert. 

„Frauen machen Theater, Männer sind Theater, das ist die ganze Schwierigkeit“, erklärt der Theatermacher Bruscon großspurig. Interessanterweise bewahrheitet sich das beim Inszenierungsvergleich, wobei man die abschätzige Wertung weglassen muss. Die junge Regisseurin Lucia Bihler legt auf „Die Jagdgesellschaft“ ein strenges ästhetisches Konzept an. Beinahe jede Geste ist exakt choreografiert, die Sprechdurchfälle der drei Hauptfiguren folgen Jörg Gollaschs meisterlichem, albtraumhaften Score, der fast nie Pause macht. Die Riege der meist stummen Nebenfiguren wird in den fünf Räumen des reich ausgestatteten Jagdhauses (Bühne: Pia Maria Mackert) zu schauerlichen Bildern gruppiert. Über zwei Wiener Sängerknaben in Röckchen wird Stanley Kubricks „Shining“ zitiert, der langfingrige Holzknecht Asamer könnte aus Draculas Schloss stammen. 

Die stärkste ästhetische Prägung: Die gesamte Ausstattung ist rot, wirklich alles bis hin zum Lack und Leder der barocken Kostüme. Allein wegen seiner Farbe wird man diesen Abend so schnell nicht vergessen. Doch auch das düstere Stück, das Bernhard einmal als sein bestes bezeichnete, bringt Bihler mit ihrem Konzept zur Geltung. In „Die Jagdgesellschaft“ wird ein General von seiner Entourage und seiner Frau darüber im Dunklen gelassen, dass er todkrank ist, zurücktreten muss und sein gesamter Wald von einem Borkenkäfer befallen ist. Während er auf der Jagd ist, vertreibt ein Schriftsteller als Hausgast der Generalin mit Siebzehnundvier und existenzialistischen Gedankengängen die Zeit. 

In dieser Version scheint der von Markus Scheumann gespielte Schriftsteller die ganze groteske Szenerie zu erträumen, er denkt und trinkt sich in eine depressive Nachdenklichkeit hinein, die Maria Happel und Martin Schwab als Generalspaar immer nervöser und geschwätziger macht. Am Ende ist dann doch der General der Selbstmörder, die Jagdsaison beendet. 

Indes eröffnet Kay Voges nun endlich so richtig seine Intendanz im renovierten Haus. Er „ist Theater“ ganz wörtlich, zumindest solange der Schauspieler Uwe Rohbeck den Theatermacher im „Theatermacher“ spielen darf. Die Frisur, der gestreifte Anzug, das offene Hemd: eindeutig der Chef, der sich bei seinem Einstand ironisch-ikonisch verewigt. Auch sonst gilt in dieser Inszenierung, die er aus seiner vorigen Wirkungsstätte, dem Schauspiel Dortmund, mitgenommen hat, mehr „Theater sein“ als „Theater machen“. Präsenz, Spielwut und Individualität der Schauspieler stehen im Vordergrund, wenn Bernhards gut zehn Jahre nach der „Jagdgesellschaft“ entstandene Komödie gleich mehrmals durchgespielt wird. 

Mehr im Falter 22/21

In Autor Tags Theater, Kritik, Burgtheater, Volkstheater, Wien, Bernhard, Falter
← Newer Posts Older Posts →

FILTER

Filtern nach Kategorie: Blog
Filtern nach Kategorie:
Filtern nach Kategorie: Übersetzer
Filtern nach Kategorie: Sprecher
Filtern nach Kategorie: Lektor
RSS Feed des Blogs abonnieren

Tags

  • Theater
  • Kritik
  • Falter
  • Wien
  • Festival
  • Nachtkritik
  • Buchkultur
  • Burgtheater
  • Interview
  • Wiener Festwochen
  • Performance
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Rezension
  • Tanz
  • Buch
 


℗ © 2005–2016 Martin Thomas Pesl