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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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DIE EROTIK DER FISKALPOESIE – Kritik aus dem Burgtheater-Kasino in der Wiener Zeitung

May 24, 2021 Martin Pesl
V.l.n.r.: Dorothee Hartinger, Sabine Haupt, Stefanie Dvorak, Bardo Böhlefeld © Marcella Ruiz Cruz

V.l.n.r.: Dorothee Hartinger, Sabine Haupt, Stefanie Dvorak, Bardo Böhlefeld © Marcella Ruiz Cruz

Premiere für Felicia Zellers "Der Fiskus" in betont komödiantischer Regie.

Wen die Steuererklärung vor freudiger Erregung kurzatmig macht, das kann nur eine Finanzbeamtin sein. Das Stück "Der Fiskus" der Deutschen Felicia Zeller wagt den undankbaren Versuch, diese Begeisterung auf zuschauende Steuerzahler zu übertragen. Die vier Damen, die im baustellenverstaubten Büro auf Uraltcomputern herumklappern, finden die Finanzverwaltung jedenfalls superspannend. Der einzige Mann (Bardo Böhlefeld) könnte auch etwas zahlenferne Romantik vertragen, dient aber selbst seiner Kollegin/Ehefrau (Deleila Piasko) nur als Steuertrickkumpane. Vintage-Lockenköpfe tragen alle, das ist lustig und will es auch sein.

Der Komödienzwang, der sich durch manisches, choreografisch unterstrichenes Wiederholen von Textstellen ausdrückt ("Ich habe mein ganzes Leben der Steuergerechtigkeit gewidmet!"), macht die österreichische Erstaufführung durch Regisseurin Anita Vulesica im Burgtheater-Kasino etwas anstrengend. Dagegen hilft auch nicht, dass inmitten der angehäuften Fiskalpoesie kaum Platz für Handlung bleibt.

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In Autor Tags Wiener Zeitung, Theater, Kritik, Burgtheater

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik aus dem Akademietheater auf Deutschlandfunk Kultur

May 23, 2021 Martin Pesl
Regina Fritsch, Marcel Heuperman und Tim Werths in „Bunbury“ © Susanne Hassler-Smith

Regina Fritsch, Marcel Heuperman und Tim Werths in „Bunbury“ © Susanne Hassler-Smith

Auftrag

Live-Kritik der Premiere „Bunbury“ im Gespräch mit Vladimir Balzer

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Die beiden Dandys Algernon und Jack lieben das Doppelleben. Um Laster und Vergnügen mit ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen, haben sich beide Lügen ausgedacht: Algernon erfindet einen kranken Freund namens Bunbury, um möglichst oft zu diesem aufs Land fahren zu können, und Jack gibt vor, sich um seinen Bruder Ernst kümmern zu müssen, um regelmäßig in die Stadt zu kommen.

Jack verliebt sich in Algernons Cousine Gwendolen und macht ihr einen Heiratsantrag. Diese ist versessen darauf, jemanden zu heiraten, der Ernst heißt. Algernon behauptet, Jacks Bruder Ernst zu sein. Dabei verliebt er sich in Cecily. Auch sie hält den Namen Ernst für eine unbedingt notwendige Voraussetzung für ihren zukünftigen Mann … Von nun an nimmt eine wilde Komödie um Mehrdeutigkeit der Sprache, Ernsthaftigkeit, Wahrheit und Lüge ihren Lauf. 

Uraufgeführt 1895 in London, entwickelte sich diese gleichzeitig absurd komische und bitterböse Abrechnung mit Heuchelei, Oberflächlichkeit und einer gewissen Verflachung des Charakters zu einem Klassiker. Der italienische Schauspieler, Regisseur und Autor Antonio Latella realisierte zahlreiche internationale Inszenierungen und war von 2016 bis 2020 Leiter der Theaterbiennale in Venedig.

23. Mai, ab 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Radio, Kritik, Theater, Deutschlandfunk Kultur, Wien, Burgtheater

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik aus dem Schauspielhaus auf Deutschlandfunk Kultur

May 19, 2021 Martin Pesl
Sebastian Schindegger in „Die Odyssee“ © Matthias Heschl

Sebastian Schindegger in „Die Odyssee“ © Matthias Heschl

Auftrag

Live-Kritik der Premiere „Die Odyssee“ im Gespräch mit Andrea Gerk

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo

Die Unerkennbarkeit der Zukunft hat schon immer unseren zerbrechlichen Kopf verwirrt, diesen erschütternden Fehlschlag göttlichen Rangs. Selten war die Zukunft so verstellt, so undeutlich wie heute. Und selten waren die Abenteuer der Odyssee unwahrscheinlicher. Ein Europa voller Stubenhocker sitzt benebelt und verängstigt in der Bude herum. Wie wird die Welt nach der Pandemie aussehen? Es ist die Unvorhersehbarkeit des Morgen, die den Menschen in die Arme der Götter getrieben hat. Hätte er keine Furcht, würde der Mensch selbständig der Unergründlichkeit seiner Existenz entgegentreten. Aber hat er dies auch nur einen einzigen Tag fertiggebracht? »Die Odyssee« bleibt eine unbändige Hoffnung auf den Mut, auf Freiheit und Geborgenheit, auf die Blamage, das Abenteuer und einen Neuanfang. Sie ist die stürmische Hoffnung auf ein eigenes Selbst, die wir trotz allem nie aufgeben werden.

Seit 2015 arbeiten der Regisseur, Autor und Performer Jan Philipp Stange und der bildende Künstler, Bühnenbildner und Musiker Jakob Engel mehrfach und in wechselnden Konstellationen zusammen. Ihre Inszenierungen wurden auf zahlreiche Festivals eingeladen. Jan Philipp Stange gründete und co-leitet das freie Theater studioNAXOS in Frankfurt am Main.

19. Mai, ab 23:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Radio, Kritik, Theater, Deutschlandfunk Kultur, Wien

EIN SCHMUSI FÜR DIE FREIHEIT – Nachtkritik aus dem Vorarlberger Landestheater

May 13, 2021 Martin Pesl
Im Tischgespräch: Luzian Hirzel, Vivienne Causemann, Günter Alt © Anja Köhler

Im Tischgespräch: Luzian Hirzel, Vivienne Causemann, Günter Alt © Anja Köhler

Alle meine Söhne – Voralberger Landestheater – Niklas Ritter inszeniert Arthur Miller in Bregenz

Bregenz, 12. Mai 2021. Corona hat den Bühnenkuss rehabilitiert. Hätte der Kritiker zuvor schnöden Realismus bemäkelt, ertappt er sich nun dabei, wie er Vivienne Causemann und Luzian Hirzel verzückt beim Knutschen zusieht. Sie haben es auch spannend gemacht: Hirzel als Chris hat Causemann als Ann seine Liebe gestanden, sie ist nach einer kurzen Bedenkpause, nebenbei viel Kunstasche vom Boden aufwischend, unter dem Tisch durchgekrochen, hat ihm in die Augen geschaut und lange gewartet. Aber dann! Das Naheliegende wird hier paradoxerweise zum Symbol der Bregenzer Theaterfreiheit.

Bregenz ist die Hauptstadt von Vorarlberg, dem einzigen österreichischen Bundesland, in dem schon seit dem 15. März alles wieder offen hat – nächste Woche ist es auch im Rest des Landes soweit. Das Vorarlberger Landestheater hat in den letzten zwei Monaten auch bereits zahlreiche Produktionen zur Premiere gebracht, nun folgt das Drama "Alle meine Söhne" von Arthur Miller in der Fassung und Inszenierung des hier regelmäßigen Gastes Niklas Ritter.

Dieser erste große Hit des US-Dramatikers aus dem Jahr 1947 wird nicht oft gespielt. Vielleicht liegt es am geringeren Klassikerpotenzial im Vergleich zu den Nachfolgern "Der Tod eines Handlungsreisenden" und "Hexenjagd" oder an der zeitlich unmittelbaren Nähe zum Zweiten Weltkrieg. Regisseur Ritter macht aus diesem, indem er die Handlung ins 21. Jahrhundert versetzt, den Afghanistan-Konflikt. Da er teils nur die nötigsten Stellen überschreibt, schimmert das Altbackene der ursprünglichen deutschen Übersetzung noch durch ("Sie ist Larrys Mädchen!"). Andere Elemente, wie Smoothies, die in der Familie alle "Schmusis" nennen, suggerieren überzeugend eine Vertrautheit unter den Figuren, und seien sie noch so lebenslügengebeutelt.

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In Autor Tags Theater, Kritik, Nachtkritik, Vorarlberg
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