• Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt
Menu

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

Street Address
Vienna
Phone Number

Your Custom Text Here

Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

  • Aktuell
  • Blog
  • Autor
  • Übersetzer
  • Sprecher
  • Lektor
  • Kontakt

FAZIT – KULTUR VOM TAGE – Live-Kritik zweier Theaterprojekte auf Deutschlandfunk Kultur

February 12, 2021 Martin Pesl
Selfie mit VR-Brille. Gar nicht so einfach © Martin Thomas Pesl

Selfie mit VR-Brille. Gar nicht so einfach © Martin Thomas Pesl

Auftrag

Live-Kritik der Performances „Die Recherche-Show“ und „Krasnojarsk: Eine Endzeitreise in 360°“ im Gespräch mit Marietta Schwarz

Auftraggeber

Deutschlandfunk Kultur

Projektinfo


Das Volkstheater Wien begibt sich auf investigative Spuren des milliardenschweren Konzerns Red Bull. Servus TV, RB Salzburg, Addendum und natürlich die Dose – sie alle gehören zum RB Imperium. Jeder kennt Red Bull, doch was wissen wir wirklich über den Konzern und den Kopf hinter der Dose? Warum ist Red Bull so extrem still, wenn kritische Fragen gestellt werden? Wer ist alles Teil des RB-Netzwerks? Der Boss, Dietrich Mateschitz, ist der reichste Mann Österreichs und auch über ihn ist quasi nichts bekannt, was nicht bekannt sein soll. Denn Storytelling ist der wahre Kern der Bullen. Sie erzählen ihre eigene Geschichte vom Aufstieg des Zahnpasta-Verkäufers Didi hin zum Milliardär. Und natürlich von dem Getränk, das beflügelt. Was daran wahr ist und was nicht, hat das investigative Kollektiv DOSSIER herausgefunden und das Ergebnis einer ihrer größten Recherchen kommt nun auf die Bühne!

Das Stück „Krasnojarsk: Eine Endzeitreise in 360°“, das vollständig mit einer 360°-Kamera aufgezeichnet wurde, erzählt von einer apokalyptischen Welt, in der ein Anthropologe nach einer Katastrophe nach Jahren der Einsamkeit in der Wildnis unerwartet auf eine junge Frau trifft und mit ihr auf Dokumente von unschätzbarer Bedeutung: handschriftliche Berichte über die Welt, wie sie nach der Katastrophe nicht mehr existiert. Gerade in Zeiten, in denen Theater als Gemeinschaftserlebnis nicht möglich ist, eignet sich „Krasnojarsk“ in besonderer Weise zur Reflexion über Gemeinschaft und Gesellschaft: Der Text von  Johan Harstad über eine Zeit nach unserer Zeit (die in einer potenziell gar nicht so weit entfernten Zukunft angesiedelt ist) erzählt von Vereinzelung und Isolation, aber auch von der Bedeutung, die das Geschichtenerzählen für unser Leben und Weiterleben besitzt.

Am 12. Februar 2021 ab 23:05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur

In Sprecher Tags Kritik, Performance, Deutschlandfunk Kultur, Digitalität, Theater, Film

WIEDERGELESEN: LESESCHATZSUCHE – Kolumne in der Buchkultur 194

February 11, 2021 Martin Pesl
1 (58).jpeg

Nabokov und seine polyglotten Erzählungen: 69 Erzählungen des „Lolita“-Autors Vladimir Nabokov, aus drei Sprachen meisterhaft übersetzt, erscheinen im Rowohlt-Verlag 

Einmal geht vielleicht noch – oder sogar öfter? Die Publikationsgeschichte der Erzählungen Vladimir Nabokovs ist eine aufregende Schatzsuche. Seit der deutschen Gesamtausgabe 1989 ist manch neues aufgetaucht. Obwohl der Großmeister selbst Hinweise streute, mit seinem Sohn Dimitri zusammen seine Texte zwischen Sprachen hin und her übersetzte und Notizen Marke „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Geschichte dann und dann geschrieben habe“ daran heftete, ist es sehr wahrscheinlich, dass noch ein paar Goldstücke irgendwo ihrer Exhumierung harren. Penibelster Goldgräber im deutschen Sprachraum war bisher der Anglist Dieter E. Zimmer, der von einer lückenlosen Nabokov-Gesamtausgabe träumte und leider im Juni 2020 mitten im Herausgabeprozess „Einzelheiten eines Sonnenuntergangs“ und „Wolke, Burg, See“ verstarb. Von den mindestens 70 Erzählungen, die Nabokov in den Jahren von 1921 bis 1952, erst vom Berliner, dann vom US-amerikanischen Exil aus verfasste, hat Zimmer in der zweibändigen Ausgabe immerhin 69 chronologisch und in Übersetzungen versammelt, die teils zum Niederknien gut der Intelligenz und Experimentierfreude des russischen Autors gerecht werden. 

Wer sie auf knapp 1200 Seiten alle liest, bekommt das ganze Spektrum des Nabokov-Universums: Der Mann liebte Spott und Sehnsucht, Schmetterlinge und Schach, Sprachen und Spiele (mit Sprache). Wie kein anderer konnte er in der präzisen Beschreibung eines Blattes oder einer optischen Täuschung im Berliner Stadtbild verweilen. Vor allem durch die frühen Erzählungen zieht sich aber auch ein makabres Interesse für den Tod. Am Leben hängen die Protagonisten jedenfalls selten. Und wenn doch, kommt bei Nabokov eine Prise Spott hinzu, wenn sie sich an ihrem letzten Tag die abenteuerlichsten Reisen einbilden, um dann als bittere Pointe erst recht ihr Totenbett nie mehr verlassen zu haben.

Im zweiten Band nehmen die formalen Fingerübungen zu. Geschichten sind in Briefe an den Autor oder von ihm an die Verfasserin eines vermeintlich (aber eigentlich überhaupt nicht) sein missglücktes Liebesleben beschreibenden Romans gegossen. Der Autor „rekrutiert“ im Alltag eine unbedeutende Nebenfigur für sein literarisches Werk oder kapert still und heimlich eine Figur aus Oscar Wildes „Dorian Gray“. Tiefe Traurigkeit angesichts des notwendigen Dauerexils lässt sich aber auch hier bisweilen spüren. Hier nun fünf Gustostücke aus dem Nabo-Koffer.

Mehr in der Buchkultur 194

In Autor Tags Kolumne, Literatur, Buchkultur

NOBLESSE MIT ZUFALL – Buchrezension in der Buchkultur 194

February 11, 2021 Martin Pesl
1 (57).jpeg

Der neue Roman von Martin Mosebach liebt und neckt seine Charaktere

Büchner-Preisträger Martin Mosebach schaut auf Fotos oft drein wie der Opa, kurz bevor er dem Enkel die Nase abzwickt. Das passt zu dem Schalk, mit dem er auch für seine Figuren immer etwas im Schilde zu führen scheint: in seinem neuen Roman „Krass“ für den titelgebenden Kaufmann und selbsternannten Gönner, dessen kurzzeitigen Sekretär Dr. Jüngel und die lebensfrohe Lidewine Schoonemaker. Der Autor liebt alle drei sichtlich sehr, lässt sie an seiner geschliffenen Ausdrucksweise teilhaben und führt sie großzügig bis Neapel, Frankreich und Kairo, aber er weidet sich auch gerne an ihren Schwachstellen. 

Bei Dr. Jüngel etwa, der eigentlichen Identifikationsfigur, sind dies sein gar ernster Blick aufs Leben und seine übermäßige Unterwürfigkeit. Zu Beginn des Romans ist Jüngel für die Abwicklung einer Reise zuständig, die Krass mit seiner Entourage unternimmt. Lidewine wird als eine Art Eskortdame hinzugeheuert, verstößt aber schon nach wenigen Tagen gegen die eigentümliche Vertragsklausel, zwar mit Herrn Krass keine sexuelle Beziehung einzugehen, aber auch mit niemand anderem. Als nächstes erleben wir Jüngel Monate später, wie er fast den Verstand verliert.

Mehr in der Buchkultur 194

In Autor Tags Roman, Rezension, Buch, Buchkultur

RELOTIUS LÄSST GRÜSSEN – Buchrezension in der Buchkultur 194

February 11, 2021 Martin Pesl
1 (56).jpeg

Der Journalist Hannes Stein fantasiert in einem verseuchten Land Parallelwelten

Eine Seuche regiert Deutschland, nur wenige sind dagegen immun und können einen entsprechenden Ausweis vorzeigen. In einer Vorbemerkung zu „Der Weltreporter. Ein Roman in zwölf Reisen“ gibt Hannes Stein zu, das Manuskript bereits vor Corona, im Jänner 2020 abgegeben zu haben, es beruhe auf einer Jahre alten Idee. Schade eigentlich: Stein ist selbst tatsächlich Welt-Reporter, nämlich US-Korrespondent der deutschen Zeitung. 

Mit diesem Eingeständnis distanziert er sich quasi von seiner Hauptfigur. Bodo spinnt in seinen Reportagen nämlich haarsträubenden Seemannsgarn, wie ihn selbst ein Claas Relotius nicht glaubwürdig hätte schildern können: von Kopien der Stadt München in Brasilien und der ganzen Schweiz in Afghanistan, von Utopia und Atlantis, von amerikanischen Ureinwohnern, die Trump verehren, und einer jüdisch-afrikanischen Schriftstellerin, die israelische Nationalistin ist, aber von Linken mit Begeisterung gelesen wird. Immer wieder wird der Leser provoziert, Namen und Begriffe zu googeln, um herauszufinden, wo Bodos Grenzen zwischen Realität und Erfindung verlaufen. Was zum Beispiel ist das Langschwein, das ihm im teuersten Restaurant der Welt serviert wird?

Mehr in der Buchkultur 194

In Autor Tags Roman, Buch, Buchkultur, Rezension
← Newer Posts Older Posts →

FILTER

Filtern nach Kategorie: Blog
Filtern nach Kategorie:
Filtern nach Kategorie: Übersetzer
Filtern nach Kategorie: Sprecher
Filtern nach Kategorie: Lektor
RSS Feed des Blogs abonnieren

Tags

  • Theater
  • Kritik
  • Falter
  • Wien
  • Festival
  • Nachtkritik
  • Buchkultur
  • Burgtheater
  • Interview
  • Wiener Festwochen
  • Performance
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Rezension
  • Tanz
  • Buch
 


℗ © 2005–2016 Martin Thomas Pesl