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Martin Thomas Pesl – Autor, Übersetzer, Sprecher und Lektor

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NIX MIT THEATERURLAUB – Überblick über die Sommerbühnen in Wien im Falter 29/20

July 15, 2020 Martin Pesl
Theater im Park © Markus Wache

Theater im Park © Markus Wache

Vor kurzem fürchteten wir noch, nie wieder Kulturveranstaltungen zu erleben. In Wien sind es diesen Sommer mehr denn je, und sie sind spontaner denn je. Ein Überblick über das Angebot an darstellender Kunst unter freiem Himmel

In diesem Wiener Sommer sprießen Bühnen aus dem Boden, wo vorher keine waren. Sie wachsen und werden bevölkert in einem Tempo, das man sich zurzeit für die Entwicklung eines Impfstoffs wünschen würde. Während der theateraffine Stadtmensch gewohnt ist, zur Befriedigung seiner Lust aufs Land zu fahren – wenn er sich nicht gerade mit Impulstanz-Karten eingedeckt hat –, kann er jetzt, fast egal, wo er wohnt, im eigenen Bezirk bleiben. Wer den Radius auf das ganze Stadtgebiet ausdehnt und auch noch flexibel ist, sollte mit genauem Hinschauen auch für jeden Geschmack etwas finden.

Manche dieser Sommerbühnen verlangen Eintritt, viele nicht. Einige bitten um exakte Registrierung und Voranmeldung. Hier erhält jede Zuschauerin einen genauen Platz zugewiesen, da herrscht freie Platzwahl mit der Bitte um Voranmeldung. Größtenteils wird die Dauer jedes Programmpunkts auf eine ganze oder sogar halbe Stunde beschränkt, zumindest auf die Pause verzichten die meisten. Fast überall gibt es Verpflegung. Was alle diese Festivals gemeinsam haben, ist, dass sie extrem spontan entstanden und programmiert wurden – aus dem Gefühl des kulturellen Mangels heraus.

 

Eine kleine Chronologie

Im ersten Schock des Corona-Lockdowns kramten Theater allüberall verwackelte Videoaufnahmen ihrer alten Inszenierungen heraus und stellten sie ins Netz. Schauspielerinnen und Schauspieler setzten sich zu Hause vor ihre Webcams und lasen Geschichten vor. Kabarettistinnen und Musiker lernten Zoom und Jitsy und veranstalteten Live-Programme im Netz. All dies geschah, damit das Publikum sie nicht vergaß und damit sie nicht den Eindruck erweckten, auf der faulen Haut zu liegen. Einkommen hatten sie dabei in der Regel keines, außer sie waren fest angestellt und in Kurzarbeit. Die Stadt Wien organisierte im Rabenhof die wöchentliche Nummernrevue „Abgesagt? Angesagt!“, die der Stadtsender W24 ausstrahlte.  

Die Talenteshow bot einen kleinen Vorgeschmack darauf, was nun im großen Stil den Kultursommer bestimmt: Künstlerinnen und Künstler aller Genres, die aufwandsarme Monologe, Musik- oder Kabarettnummern in petto hatten, nutzten die Gelegenheit, im Gegenzug für eine faire Gage ihre „Fertigkeiten zu erhalten“, wie es die ehemalige Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek einst formulierte. Wie viele und welche Menschen ihre Auftritte sahen, war für die Teilnehmer von „Abgesagt? Angesagt!“ zweitrangig.

Mehr im Falter 29/20

In Autor Tags Theater, Sommer, Wien, Falter, Kabarett, Musik, Performance

TANZEN KOSTET NICHTS – Vorschau auf die Workshopreihe „Public Moves“ im Falter 28/20

July 8, 2020 Martin Pesl
Maartje Pasman erforscht tänzerisch die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft © Philo Graphics

Maartje Pasman erforscht tänzerisch die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft © Philo Graphics

Unter dem Namen „Public Moves“ bietet Impulstanz statt eines Performance-Festivals 296 Freiluft-Tanzworkshops gratis an

Impulstanz geht zurück zu seinen Wurzeln, wenn auch nicht ganz freiwillig. Als Karl Regensburger und Ismail Ivo 1984 das Festival unter dem Namen Internationale Tanzwochen Wien ins Leben riefen, bestanden diese aus zwanzig Workshops, geleitet von sechs renommierten Tanzprofis. Performances und Gastspiele waren noch keine zu sehen. Dieses Jahr fallen die Aufführungen pandemiebedingt aus. Getanzt wird trotzdem. Unter anderem im Rahmen des Wiener Kultursommers bietet Impulstanz an sieben verschiedenen Open-Air-Stätten über die Stadt verteilt Kurse und Workshops zu jeder erdenklichen Körperregung an. „Public Moves“ heißt die Reihe: Soll sich das Publikum nach Monaten der Netflix-gestützten Verknöcherung auf der Couch gefälligst wieder (selber) bewegen!

Tun wird es dies gratis und – trotz dabei möglicherweise generierter Aerosole – recht gefahrlos. Auf Grasflächen wie der Kaiserwiese im Prater oder der Papstwiese im Donaupark, aber auch auf festeren Tanzböden wie im Arkadenhof des Rathauses oder am Hannah-Arendt-Platz in der Seestadt wird für jede der 50 zugelassenen Personen ein Platz von 16 Quadratmetern abgesteckt.

Die Schweißtröpfchen dürfen also fliegen, wenn Karin Pauer ihren kraftvollen Soundtrack einschaltet und ihre Teilnehmenden in einen langen Flow-Zustand versetzt („Planetary Practice“, ab 24.7.). Futurelove Sibanda wird die Bewegungsradien ebenfalls ausreizen: Er führt in traditionelle und moderne südafrikanische Tänze ein („Afro-Fusion“, ab 26.7.). Wie man den Körper zu diesem ganz typischen Doris-Uhlich-Beben bringt, zeigt die Choreografin höchstpersönlich mit Boris Kopeinig im Workshop „Seismic Touch“ (ab 13.7.). Wo Uhlich ist, dürfen freilich zwei andere große Aushängeschilder österreichischer Tanzperformancekunst nicht fehlen: Florentina Holzinger macht ein „Straight-on Workout“. Mit ihrer Gruppe untersucht sie, was wir aus Actionfilmen lernen können (ab 29.7.). Simon Mayer schließlich greift die durch Corona kreierte „neue Normalität“ auf und fragt: „Wie nah kann man sich auf Distanz sein?“ 

Mehr im Falter 28/20

In Autor Tags Tanz, Workshop, Falter, Wien, Festival, Sommer

JUGEND INNOVATIV 2020 – Wettbewerb

July 7, 2020 Martin Pesl
© Projektteam

© Projektteam

Auftrag

Erstellung von Kurzprofilen für die Finalprojekte von Jugend Innovativ 2020

Auftraggeberin

Austria Wirtschaftsservice gmbH

Projektinfo

2020 fand kein physisches Bundes-Finale statt, die Jurypräsentation erfolgten im Internet. Texte zur Beschreibung der innovativen Ideen gab es trotzdem.

In Autor Tags Innovation, Kreativwirtschaft

EINMAL TIEF DURCHATMEN – Hassliebeserklärung an Salzburg im Falter-KulturSommer 2020

July 1, 2020 Martin Pesl
Salzburg © Martin Thomas Pesl

Salzburg © Martin Thomas Pesl

Die Stadt Salzburg ist im Jahr 2020 besser geworden als ihr Ruf. Hier finden Sie einige Gründe dafür

In Patricia Highsmiths Roman „Ripley Under Ground“ zieht es den britischen Maler Bernard Tufts nach Salzburg. Er verfolgt dort ein einziges Ziel: sich umzubringen. Im Falter erklärte ein ehemaliger Schauspielschüler am Mozarteum vor einigen Jahren, Salzburg sei für junge Menschen keine gute Stadt. Sie sei „überlaufen von Touristen und unterlaufen von Kellernazis“. In Hotels gibt es einen Sender, der rund um die Uhr „The Sound of Music“ spielt. Und während der Salzburger Festspiele sind oft nur Zimmer am Stadtrand leistbar, die an Gefängniszellen erinnern.

Vieles davon ist lange her. Salzburg bemüht sich sehr um eine Entkitschung in den Augen vor allem der österreichischen Kulturszene. Nirgendwo anders in Österreich kann man zum Beispiel Tanzwissenschaft studieren, die Salzburg Experimental Academy of Dance gehört zu den großen, pulsierenden Ausbildungsinstitutionen in Europa. In der der einst von streitbaren Künstlerinnen und Künstlern erkämpften ARGE Kultur und der Szene Salzburg, die 2019 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, und wird das ganze Jahr Programm abseits von Mozart geboten.

Dieses Jahr wird selbst zur Festspielzeit die Innenstadt frei von den asiatischen und amerikanischen Bustourgruppen sein, denen vor der Abfahrt nach Hallstatt noch schnell ein paar Nockerl gefüttert werden. Das ist zwar wirtschaftlich und finanziell bitter, wird Salzburg aber ausnahmsweise vielleicht einmal atmen lassen. Fad wird es trotzdem nicht: Nach einem ähnlichen Konzept wie in Wien werden diesen Sommer auf Freiluftbühnen Acts aus Performance, Literatur, Musik und Theater bei freiem Eintritt gezeigt. Das Festival „Zwischenräume“ ist ein Produkt der Corona-Pandemie und findet an zwölf Tagen zwischen Mitte und Ende Juli auf drei oder vier Freilichtbühnen statt.

Mehr im Falter-KulturSommer 2020

In Autor Tags Salzburg, Falter
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